Rechnung der Stadt Bern mit Verlust

Die Stadt Bern hat 2012 mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Der Verlust beträgt mehr als 8 Millionen Franken.

Grund für das erste negative Ergebnis seit 11 Jahren seien Sonderfaktoren, teilte der städtische Finanzdirektor am Mittwoch mit. Besonders nicht budgetierte Rückstellungen für die Rückerstattung von unrechtmässig erhobenen Litteringgebühren belasteten die Stadtkasse mit über 19 Millionen Franken. Auch höhere Zahlungen an den Kanton sind für den Verlust verantwortlich, führte Gemeinderat Alexandre Schmidt vor den Medien aus.

Dass die Rechnung nicht noch schlechter ausfiel, ist den ebenfalls höher ausgefallenen Erträgen zu verdanken. So fielen etwa die Entgelte für städtische Dienstleistungen um 13 Millionen Franken höher aus als geplant. Und aus dem Verkauf der städtischen Beteiligung an der InoTex AG resultierte ein nicht budgetierter Gewinn von 12,1 Millionen Franken.

Massnahmen zur Verbesserung des Haushalts nötig

Neben der Jahresrechnung hat der Gemeinderat den Finanzplan für die nächsten Jahre verabschiedet. Um 2014 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, haben die Verantwortlichen beschlossen, bis zur Verabschiedung des Budgets in zwei Monaten weitere 11,9 Millionen Franken einzusparen.