Regierungsrat Schnegg: «Wir können effizienter werden»

Der bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg hat am Montag Bilanz gezogen über seine ersten 100 Tage im Amt. Er ist davon überzeugt, dass seine Direktion effizienter arbeiten kann und so auch Stellen gestrichen werden können.

Pierre Alain Schnegg in seinem Büro.

Bildlegende: Wegen des grossen Arbeitsanfalls verbringt Pierre Alain Schnegg weniger Zeit mit seiner Familie. Christian Liechti / SRF

Es gehört zu einem Regierungsamt wie das Amen in der Kirche: Nach 100 Tagen ziehen neu gewählte Regierungsmitglieder eine erste Bilanz. Das hat am Montag auch der neue bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg gemacht.

Er habe eine grosse Direktion mit vielen unterschiedlichen Abteilungen übernommen, so Schnegg. Er ist davon überzeugt, dass die Verwaltungsabläufe noch effizienter gestaltet werden können und so die eine oder andere Stelle abgebaut werden kann. «Einen zu grossen Abbau darf man jedoch nicht erwarten», so Schnegg. Mit einem Abbau würde er eines seiner Wahlversprechen einlösen.

Stab noch nicht komplett

Der 53-Jährige war vor seiner Wahl in die bernische Kantonsregierung Unternehmer und Berater. Im Wahlkampf hat der SVP-Mann versprochen, mehr wirtschaftliches Denken in die Kantonsverwaltung einfliessen zu lassen. Er habe die eine oder andere Idee, wo er ansetzen könne, so Schnegg im Gespräch. Er will jedoch erst zu Beginn des kommenden Jahres, wenn der Stab seiner engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komplettiert ist, darüber informieren.

Der Bernjurassier Schnegg ist ein politischer Senkrechtstarter. 2014 ist er der SVP beigetreten, 2014 auf Anhieb ins bernische Kantonsparlament gewählt worden. Mitte Jahr wurde er Regierungsrat.