Regionales Zentrum Oberwallis zieht selbstkritisch Bilanz

Bei der Unterstützung der Gemeinden hatte das RWO viel zu tun und war erfolgreich. Weniger gut sieht die Bilanz bei der Wirtschaftsförderung aus.

Das Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis RWO wurde von den Oberwalliser Gemeinden zusammen mit dem Kanton vor 5 Jahren eingesetzt. Das Ziel: Die Gemeinden bei ihren immer komplexeren Aufgaben zu unterstützen und gleichzeitig die Wirtschaft im Oberwallis zu fördern.

Bei der Unterstützung der Gemeinden, so RWO-Leiter Roger Michlig, habe man sehr viel zu tun gehabt: «Die Gemeinden kommen vor allem zu uns, um Probleme zu lösen, die über die Gemeindegrenzen hinaus greifen.» So habe das RWO bei mehreren Gemeindefusionen mitgeholfen. Der grösste Erfolg sei aber das Projekt Danet, die Vernetzung der Gemeinden mit dem Ziel, das ganze Oberwallis mit einem Glasfasernetz zu versorgen.

Die RWO-Verantwortlichen mit Roger Michlig (rechts) ziehen selbstkritisch Bilanz.

Bildlegende: Die RWO-Verantwortlichen mit Roger Michlig (rechts) ziehen selbstkritisch Bilanz. zvg

Weniger Erfolg habe man bisher bei der Wirtschaftsförderung gehabt: «Wir haben festgestellt, dass das Verteilen von Unterstützungsbeiträgen wenig bringt», sagt Roger Michlig. Das Ziel für die kommenden Jahre sei es deshalb, die Rahmenbedingungen im Oberwallis zu verbessern. Und dafür wolle das RWO die Wirtschaft besser mit den Fachhochschulen vernetzen.

Aber auch das gegenseitige Wissen müsse verbessert werden. Um diese Ziele besser zu erreichen, ist jetzt das Wirtschaftsforum Oberwallis, welches 80 Oberwalliser Unternehmen umfasst, als weiterer Träger des RWO eingesetzt worden.