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Bern Freiburg Wallis Regula Mader: «Vielleicht habe ich zu schnell zu viel gewollt»

Ex-UPD-Direktorin Regula Mader äussert sich zu den Vorfällen rund um ihren Abgang. Sie kann nach wie vor nicht verstehen, dass die Regierung ihr Entlassungsgesuch für den umstrittenen UPD-Professor Werner Strik ablehnte.

Tollhaus «Waldau»: «Ich fühle mich nicht mitschuldig», sagt Ex-Direktorin Regula Mader.
Legende: Regula Mader: «Nach dem Entscheid für Professor Strik war klar, dass ich nicht länger für die UPD arbeite.» SRF

Die Geschichte ist bekannt: Zu Beginn ihrer Amstzeit wollte sich die neue Direktorin der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) von einem unliebsamen Mitarbeiter trennen.

Mit Professor Werner Strik, dem Direktor der Abteilung Psychiatrie, sei unter anderem eine konstruktive Zusammenarbeit nicht möglich gewesen, sagt Regula Mader im «Regionaljournal»-Interview.

Auf ihr Entlassungsgesuch an die zuständigen Stellen hätten die UPD-Geschäftsleitung sowie die bernische Regierung und die Universitätsleitung vorerst positiv reagiert, sagt sie. «Doch dann passierte ein Strategiewechsel.» Das Gesuch wurde abgelehnt. Und Mader stand mit dem Rücken zur Wand.

«...dass ich so naiv gewesen bin»

Einer ihrer grössten Fehler sei gewesen, dass sie so naiv gewesen sei, zu glauben, der Fall des umstrittenen Professors liesse sich wie ein anderes Personalproblem lösen. Mader deutet damit an, dass insbesondere auf der Ebene der Universität die Bereitschaft nicht da gewesen sei, mit der der Entlassung eines Professors sozusagen am eigenen Berufsstand zu rütteln.

 «Zu schnell, zu viel»

Regula Mader selbst beschreibt sich als lösungsorientiert und mit einer klaren Haltung. Selbstkritisch fügt sie an: «Vielleicht habe ich zu schnell zu viel gewollt». Die Ereignisse rund um den heftigen Arbeitskonflikt bezeichnet Mader als einschneidend: «Es war ein belastendes Jahr. Die ganze Geschichte hat so unglaubliche Dimensionen angenommen, die ich mir vorher nicht habe vorstellen können.»

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Bucher, Bern
    Ich bin erstaunt wie oberflächlich die Problematik in den UPD betrachtet wird - zumal sie um einiges gravierender ist, als in den Medien berichtet. Die UPD hatte und hat ein Führungs- und Kommunikationsproblem auf nahezu allen Ebenen - dieses versuchte Frau Mader zu lösen, wie auch schon andere vor ihr. Die Medien tun gut daran gründlich zu recherchieren, bis jetzt wurde nur über die Spitze des Eisberges berichtet...
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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    "Lösungsorientiert mit einer klaren Haltung". Es ist zu vermuten, dass Frau Mader mit "klarer Haltung" ihre politische Haltung meint. In diesem Sinn ist dann auch das "lösungsorientiert" zu verstehen. Der W.Strik sollte ja eben weg, weil er einem Parteikollegen, mittlerweile auf hohem Posten, in die Quere kam.
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  • Kommentar von Rolf Zimmermann, Bern
    Regula Mader wollte als UPD-Chefin zusammen mit der Geschäftsleitung einen seit Jahren bekannten Missstand bei der Führung der Klinik lösen und ist schliesslich an einer medial inszenierten Intrige leider gescheitert. Im Interview erklärt sie sich - trotz aller Hetze gegen sie - offen und sachlich. Bedenklich stimmt mich, dass die Mehrheit der Kommentare die schon lange bekannten Fakten noch immer nicht sehen zu wollen und einfach weiter hetzen.
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    1. Antwort von J.Sand, Zürich
      Ihre Parteinahme für eine Gesinnungskollegin ist verständlich. Auch ist verständlich, dass Sie die Weltwoche nicht lesen. Woher sollten Sie also auch die fundierten und letztlich unbestrittenen Hintergrundinformationen zu diesem Intriegenskandal (inkl. der Anstellung einer Hochstaplerin) hernehmen. Alle linken Medien haben sich, auch verständlich, zu dem Thema so gut wie nicht geäussert. Wenn Sie sich wirklich über die Kommentare wundern, müssen Sie halt doch noch die alten WW-Artikel les...
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