Rekord am Berner Zibelemärit

Noch nie wurden am Zibelemärit so viele Zwiebeln angeboten wie dieses Jahr. Tausende Menschen bevölkern seit den frühen Morgenstunden die Gassen der oberen Altstadt.

Zwiebelzopf, dahinter das Bundeshaus.

Bildlegende: Mehrere Tonnen Zwiebeln werden auch dieses Jahr angeboten. SRF

Dutzende Tonnen Zwiebelzöpfe und -kränze warten auf Abnehmer. Als traditionelles Zibelemärit-Gemüse gelten auch Knoblauch, Rüebli, Lauch und Schwarzwurzeln. Und weil es sich um ein Volksfest handelt, sind die Imbissstände, Freilufttheken und Souvenirstände ebenfalls reich an der Zahl.

Dieses Jahr boten die Marktfahrer 59‘922 Kilogramm Zwiebeln an. Damit wurde die Rekordmarke aus dem Jahr 2008 (59‘143 Kilogramm) geknackt, wie die Stadt Bern am Montag mitteilte. Insgesamt waren 654 Stände der Orts- und Gewerbepolizei gemeldet. Darunter aber auch viele für Waren aller Art.

Bei trockenem Wetter und milden Temperaturen lag schon um 5 Uhr früh der Geruch von Glühwein, Chnoblibrot und Zwiebelkuchen in der Luft. «Das Zwiebeljahr war nicht schlecht», sagt Verkäuferin Doris Beer. «Die Zwiebeln sind einfach etwas gross geraten.»

Für viele Berner gehört es zur Tradition, frühmorgens durch die Gassen zu schlendern. «Als Berner muss man das erleben», sagt ein Besucher. «Dr Zibelemärit ghört eifach zu Bärn!», meint er und schwärmt von der heimeligen Stimmung mit Glühweinduft und den vielen Zwiebelständen.

Tagsüber drängen sich dann zehntausende Menschen in den Gassen. Mehr als 100 Reisecars aus dem In- und Ausland bringen Schaulustige in die Bundesstadt. Kinder und Jugendliche finden ihren Spass an der Konfettischlacht und erschrecken Passanten mit quietschenden Plastikhämmerchen.