Rennen um nationalen Innovationspark: Biel dreht Zusatzrunde

Biel hat ein gutes Dossier abgeliefert, muss aber in eine zweite Qualifikationsrunde. Die Kantone Freiburg und Wallis gehören zum Hauptstandort der ETH Lausanne in der Romandie und sind bereits gesetzt.

Innovationspark, Hochschulcampus - Biel hat viel vor auf dem ehemaligen Expo-Gelände beim Bahnhof.

Bildlegende: Innovationspark, Hochschulcampus - Biel hat viel vor auf dem ehemaligen Expo-Gelände beim Bahnhof. zvg

Biel hat gute Chancen, einer der Netzwerkstandorte des nationalen Innovationsparks zu werden. Allerdings sind zwei der acht eingereichten Projekte noch ausgereifter. Aargau und Basel/Jura werden dem Bundesrat nun direkt weitergeleitet - gleich wie die beiden Hauptstandorte rund um die ETH Zürich und Lausanne. Da sind die beiden Kantone Freiburg und Wallis als Teil des Hauptstandorts der Romandie also schon auf der sicheren Seite. Das ist das Urteil einer Expertengruppe der Schweizerischen Volkswirtschaftsdirektoren-Konferenz VDK, die alle Projekte geprüft hat.

Biel ist gut, aber...

Biel muss also bis spätestens 2016 in eine Nachqualifikation. «Wir sind bereit, das Projekt anzupassen», so die Reaktion des Kantons Bern, der Stadt Biel und der Betriebsgesellschaft InnoCampus AG.

Es gehe um Fragen zur wissenschaftlichen Kompetenz, zu den Arealen oder um organisatorische und finanzielle Belange, sagte VDK-Generalsekretär Christoph Niederberger auf Anfrage. Aber er sagt auch: «Biel hat ein wirklich gutes Dossier eingereicht.» Der Kanton Bern kämpft um den Innovationspark-Standort Biel, weil sich hier die Hightech-Industrie der Region mit dem neuen Fachhochschul-Campus verbinden liesse. Das passt zur Ausgangslage.

Mit dem nationalen Innovationspark wollen Bund, Kantone, Wissenschaft und Wirtschaft nämlich die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sichern. In der Nähe von Hochschulen oder Forschungsinstitutionen sollen Zentren entstehen, in denen Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit vereint werden. Der Park soll als Netzwerk organisiert werden und neben den zwei Hub-Standorten Zürich und Westschweiz über mehrere Netzwerkstandorte verfügen. Deren Anzahl ist offen, wie Niederberger erklärte.