Zum Inhalt springen
Inhalt

Bern Freiburg Wallis Rentenalter 65 statt 63 für Berner Kantonsangestellte

Die bernische Regierung will die Renten der Kantonsangestellten langfristig sichern. Dazu braucht es ein Primatwechsel und ein höheres Rentenalter. Der Kanton leistet dafür eine Garantie von gut 2 Milliarden Franken.

Der Berner Regierungsrat legt dem Grossen Rat das neue Pensionskassengesetz vor. Die Kantonsregierung spricht von einem ausgewogenen und finanz- und personalpolitisch tragbaren Paket. In der zentralen Frage, wie die Unterdeckung der beiden Kassen Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) und Bernische Pensionskasse (BPK) behoben werden soll, wird die Regierung dem Grossen Rat zwei Varianten vorlegen: Die Voll- und die Teilkapitalisierung.

Die Regierung bevorzugt die Teilkapitalisierung, wie sie am Donnerstag mitteilte. Bei der Teilkapitalisierung müssen die Kassen innert 40 Jahren einen Deckungsgrad von mindestens 80 Prozent erreichen.

 Bei der Vollkapitalisierung müsste die Deckungslücke viel schneller geschlossen werden. Zudem entfällt eine Sanierung, welche für Kanton wie für Arbeitnehmende «kaum verkraftbar» wäre, so der Regierungsrat.

Er will aber, dass sich die Arbeitnehmer an der Sanierung der beiden Kassen beteiligen: Damit die BPK ihre Leistungen trotz des gesenkten technischen Zinssatzes erbringen kann, soll das Rentenalter für Kantonsangestellte von 63 auf 65 Jahre steigen.

Bei der Kantonspolizei schlägt die Regierung Pensionsalter 62 statt 60 vor. Schon heute gehen die - bei der BLVK versicherten - Lehrpersonen mit 65 in die Pension. Zudem soll die kollektiv finanzierte Überbrückungsrente für das Kantonspersonal entfallen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Das ist doch ein Schuss hinten raus. Vor allem in Zeiten, wo man um jeden Preis billige Ausländer gut arbeitenden, aber etwas teureren Schweizern vorzieht. Als Resultat solcher Schnapsideen steigen dann die Sozial und IV Kosten nochmals an. Denn kaum jemand arbeitet bis 65, er wird schlicht vorher wegrationalisiert oder fällt krankheitsbedingt aus. Natürlich trifft das weder die Leute die solchen Schwachsinn anordnen noch andere Bosse. Die sorgen dafür, dass ihre Jobs sicher bleiben!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    die Selbstbedienungsmentalität in den Verwaltungen muss aufhören. Die fehlenden Milliarden zahlt der STEUERZAHLER !! (she. TI !) Warum muss ein am Schreibtisch hockender Beamter einige Jahre früher als ein einfacher Arbeiter in Pension gehen, dazu sicher auch noch mit einer höheren Rente. Mit Solidarität hat das sicher nichts mehr gemeinsam. 65 Jahre ARBEIT für alle oder niemanden ! Unser Regierungs- und Verwaltungssystem hat im Verlauf der Jahre immer groteskere Züge angenommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen