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Reorganisation im Kanton Bern Die Direktionsreform zieht sich in die Länge

Portrait Berner Regierungsrat
Legende: Der aktuelle Berner Regierungsrat beim Fototermin im Sommer 2017. Keystone

Seit drei Jahren denkt der Kanton Bern laut darüber nach, wie er die sieben Direktionen neu organisieren könnte. Nun hat der Regierungsrat beschlossen, bis Februar ein zweites Organisationsmodell erarbeiten zu lassen.

Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, der am Donnerstag publiziert wurde. Der Regierungsrat diskutierte bislang nur über ein Modell, das Folgendes vorsah:

  • Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) soll in eine reine Gesundheitsdirektion umgebaut werden.
  • Aus der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) würde eine reine Sozialdirektion, die auch Fürsorgeaufgaben der heutigen GEF übernehmen würde, sowie den Bereich Asylsozialhilfe.
  • Die Volkswirtschaftsdirektion soll zusätzliche Aufgaben erhalten.

Bei den anderen Direktionen kommt es bei diesem Modell höchstens zu marginalen Anpassungen.

Zweites Modell ohne Aufteilung der GEF

Das nun bestellte zweite Modell soll zeigen, wie eine Direktionsreform ohne spezifische Aufteilung der GEF aussehen könnte. Das Resultat soll im Februar vorliegen.

Ende März sind Neuwahlen. Die Mitglieder der künftigen Regierung sollen bei der Direktionsverteilung die beiden Modelle kennen und so abschätzen können, welche Auswirkungen die Reform auf ihre Direktion haben kann.

Neue Direktionen frühestens ab 2021

Die Regierung befasst sich seit 2014 mit einer Direktionsreform. 2016 forderte auch der Grosse Rat eine Neuorganisation der Direktionen, indem er eine entsprechende Motion aus BDP-Reihen überwies. In den Grossen Rat könnte die Direktionsreform nun im September 2019 kommen. Eine Inkraftsetzung ist frühestens auf Januar 2021 möglich.

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