Riggisberg will keine Parkgebühren in der Gantrischregion

Seit Jahren diskutiert die Gantrischregion über Parkplatzgebühren. Nun hat Riggisberg das Vorhaben der Behörden versenkt.

Schlittler auf der Piste

Bildlegende: Mit dem Auto angereiste Ausflügler können die Aussicht der Gantrischregion weiterhin kostenlos geniessen. Keystone

Die Gantrischregion ist bei Ausflüglern beliebt. Die Folge: An schönen Tagen reiht sich entlang der Strassen Auto an Auto. Um für mehr Ordnung zu sorgen und um anfallende Wartungskosten, wie zum Beispiel Schneeräumen, zu bezahlen, wollten die Behörden eine Parkgebühr einführen.

Die Gemeindeversammlungen der drei beteiligten Gemeinden Riggisberg, Rüeggisberg und Rüschegg mussten diesem Vorhaben aber noch zustimmen.

Wichtiger Entscheid aus Riggisberg

Am Dienstagabend hat die erste Versammlung sich gegen das Projekt gestellt. Die Gemeindeversammlung von Riggisberg hat den Antrag mit 89 zu 40 Stimmen abgelehnt.

Schon von vornherein war klar: Wenn eine Gemeinde Nein sagt, ist das Projekt voerst gestorben. Die vierte Gemeinde in der Region, Guggisberg, hat bereits vorgängig entschieden, vorläufig nicht mitzumachen.

Das Vorhaben ist jedoch noch nicht ganz vom Tisch. Die Behörden haben zwar keinen Plan B, sind aber von den Parkgebühre überzeugt. «Sie wären eine ideale Chance, die anfallenden Kosten zu bezahlen», sagt Projektleiter und Gemeidnerat aus Rüschegg, André Roggli.

«  Die Gebühren wäre eine Chance. »

André Roggli
Projektleiter und Gemeinderat

Nun geht die Projektleitung nochmals über die Bücher. Mitte Januar ist ein Treffen mit allen Beteiligten aus den drei Gemeinden geplant, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ein Fünfliber pro Tag

Geplant war, dass an rund 30 Orten knapp 1700 Fahrzeuge abgestellt werden können. Ausserhalb dieser Parkplätze sollte das Parkieren verboten werden, um das wilde Parkieren einzuschränken. Angedacht war, die erste halbe Stunde gratis anzubieten und für eine Tageskarte fünf Franken zu verlangen.

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