Ringkuhkämpfe finden statt trotz Rindertuberkulose

Auch einige Walliser Eringerkühe haben sich mit Rindertuberkulose angesteckt. Die Krankheit ist aber nicht so weit verbreitet, dass das traditionelle Volksfest gefährdet ist.

Zwei Ringkühe in der Arena von Aproz im letzten Jahr.

Bildlegende: Weil sich die Rindertuberkulose weiter verbreiten könnte, dürfen nicht alle Kühe am Final der Ringkuhkämpfe teilnehmen. Keystone

Weitere Untersuchungen des Kantonstierarztes haben den ersten Verdacht bestätigt: Auch das Wallis ist von Rindertuberkulose betroffen. Tests bei rund 500 Kühen wurden durchgeführt, bei Tieren in 4 Ställen fielen die Resultate positiv aus. Die betroffenen Kühe wurden geschlachtet.

Nur wenige Eringerkühe dürfen nicht kämpfen

Auf 7 weiteren Betrieben besteht nach den Tests der Verdacht, dass sich Kühe infiziert haben könnten. Einige der betroffenen Bauern halten Eringer. Ihre Kühe dürfen mehr als einen Monat nicht in Kontakt kommen mit anderen Tieren. Deshalb können sie nicht an den anstehenden Ringkuhkämpfen teilnehmen, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons Wallis.

Für alle anderen Eringerzüchter im Kanton bestehen keine Einschränkungen. Deshalb ist der Final vom kommenden Wochenende in Aproz nicht gefährdet.

Für Viehzüchter findet Mitte Mai ein Informationsabend statt: am 14. Mai um 20 Uhr in der Landwirtschaftsschule in Châteauneuf.: