Rückgang der Straftaten in den Kantonen Bern und Freiburg

Weniger Einbrüche : Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik der beiden Kantone Bern und Freiburg. Hingegen wurde im Kanton Freiburg eine markante Zunahme der Internetstraftaten festgestellt.

Zersplitterte Glasscheibe.

Bildlegende: Noch immer wird eingebrochen - aber deutlich weniger als 2015. Keystone

Die Kantonspolizei Bern hat 2015 die tiefste Zahl von Straftaten seit Jahren registriert. Besonders positiv bewertet sie den Rückgang an Vermögensdelikten, zu denen auch die Einbruchdiebstähle zählen.
Insgesamt 73'980 strafrechtlich relevante Handlungen wurden 2015 im Kanton Bern erfasst, gut 3000 weniger als im Vorjahr. Drei Viertel der Straftaten betreffen das Strafgesetzbuch, knapp ein Fünftel das Betäubungsmittelgesetz.
Die Zahl der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch sank gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 5 Prozent, wie die Kantonspolizei Bern vor den Medien bekanntgab. Hauptverantwortlich für die Abnahme ist der Rückgang von 7 Prozent bei den Vermögensdelikten.

Zunahme der Internetstraftaten

Auch im Kanton Freiburg gingen die Straftaten 2015 weiter zurück - und zwar fast um 1000 Fälle. Insbesondere bei den Einbrüchen wurde ein Rekordminus von 28 Prozent verzeichnet. Hingegen nahm die Zahl der Internetstraftaten «drastisch zu», wie es in der entsprechenden Medienmitteilung heisst. Dazu gehören zum Beispiel Erpressung, Drohungen oder Verleumdung. Die Kantonspolizei Freiburg hat die Bekämpfung der Cyberkriminalität denn auch zu einer Priorität erklärt.

Ein Fall - mehrere Straftaten

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird im Kanton Bern seit 2008 erstellt. Jeder registrierte Fall wird durchleuchtet und jede Straftat einzeln aufgeführt. Der Fall eines Einbruchdiebstahls kann also mehrere Straftaten wie Sachbeschädigungen, Hausfriedensbruch und Diebstahl enthalten. Aus einem Fall werden in der PKS so drei Straftaten.

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