Saisonale Arbeitslosigkeit im Baugewerbe: Was tun?

Mehr als 22‘000 Bauarbeiter sind schweizweit zurzeit arbeitslos. Besonders in Bergregionen ist die Situation prekär. Im Kanton Wallis will das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nun handeln. Ein Pilotprojekt soll die saisonalen Schwankungen nach dem Modell des Kantons Bern reduzieren.

Video «Saisonale Arbeitslosigkeit im Baugewerbe» abspielen

Saisonale Arbeitslosigkeit im Baugewerbe

7:39 min, aus Schweiz aktuell vom 9.2.2016

Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen und ist so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Baugewerbe hat die Zahl von Arbeitslosen jeden Winter seit Jahren zugenommen.

Viele ausländische Angestellte können wegen der Witterung und mangelnden Aufträgen in der Winterzeit besonders in Bergregionen nur befristet beschäftigt werden. Im Frühling setzen viele ihre Arbeit auf dem Bau wieder fort.

Sanktionen bei ungenügenden Bemühungen

Das Berner Arbeitsamt hat diese Problematik erkannt und im Herbst 2015 ein neues Modell eingeführt. Ziel ist, die saisonale Arbeitslosigkeit im Baugewerbe zu senken. Die gemeldeten Stellensuchenden sind dabei verpflichtet, eine Festanstellung zu finden und werden bei ungenügenden Bemühungen sanktioniert.

Nach diesem Modell will das SECO nun auch im Wallis die Arbeitslosenzahl von Bauarbeitern reduzieren. Inwieweit dies gelingen wird, ist noch nicht abzuschätzen.