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Bern Freiburg Wallis Sanierung der Berner Marktgasse startet mit grosser Panne

Seit einer Woche reissen Bagger die Berner Marktgasse auf. Während fünf Monaten geht nichts mehr in der Gasse. Die Projektleitung und Bernmobil sind zufrieden mit dem Baustart. Die Geschäftsinhaber kämpfen aber mit Problemen.

Legende: Video «Berner Ladenbesitzer ärgern sich über Sanierung der Marktgasse» abspielen. Laufzeit 7:34 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.04.2013.

Normalerweise flanieren die Bernerinnen und Berner durch die Marktgasse. Doch seit einer Woche gehört die Strasse den Baggern. Es braucht neue Tramgleise – und neue Leitungen. Die Fussgänger müssen in die Lauben ausweichen. Dass die Strasse für ganze fünf Monate gesperrt bleibt, sorgt nun bei Ladenbesitzern für rote Köpfe: «Wir haben Angst, dass wir die Zeit bis im Herbst nicht überleben werden», sagt Salvatore Casaluci, Inhaber der Modeboutique Casaluci S. Denn der Umsatz gehe massiv zurück, während die Kosten gleich bleiben würden.

Auch Mathieu Noyer von der gleichnamigen Apotheke rechnet mit einem massiven Umsatzrückgang. Er stört sich an der langen Dauer der Bauarbeiten – und dass der öffentliche Verkehr gleich ganz eingestellt ist. «Es erstaunt uns, dass die Sanierung so lange dauert.»  

Zurzeit muss auch die Stadt Zürich ihre Shoppingmeile, die Bahnhofstrasse, sanieren. Doch hier kann das Tram tagsüber weiterhin fahren. Nur nachts und an drei Wochenenden muss es einen Umweg nehmen. «Eine totale Sperrung der Bahnhofstrasse kommt für uns nicht in Frage», sagt Stefan Hackh, Sprecher des Zürcher Tiefbauamts. Man nehme Rücksicht auf das Gewerbe.

Es geht in Bern nicht unter fünf Monaten Bauzeit

Anders sieht man das bei Bernmobil. Die städtischen Verkehrsbetriebe sind am Sanierungsprojekt beteiligt. Die Zürcher Bahnhofstrasse lasse sich nicht mit der Berner Marktgasse vergleichen, sagt Bernmobil-Direktor René Schmied: «Wir müssen bis zu fünf Meter tief graben, während die Zürcher nur die Tramschienen auswechseln.» Man habe alle Varianten geprüft, sagt Schmied. Die Sanierung brauche einfach fünf Monate Zeit.

Weil gerade ältere Personen nun wegen der Baustelle nicht mehr so gerne in die Stadt kommen, hat sich Apotheker Noyer einen anderen Weg einfallen lassen, um seine Kunden bedienen zu können: «Wir bauen unseren Lieferservice massiv aus.»

3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Berner Innenstadt? Von Köniz aus ist Domodossola besser für Vieles: Esswaren & Velo (und oft mehr Sonne!). Veloreparaturen: 60 statt 150 CHF für Kette & alle Kränze! Gabel 170 plus 20 Montage! Ich spare 50 - 70 % dadurch. Weil gute Preise für gute Produkte und freundliche Menschen (!) sind mir allfällige Baustellen völlig egal. Gute Geschäfte in Bern laufen weiterhin gut - es findet höchstens eine «natürliche Selektion» statt. Das opferhafte Leiern ist peinlich!
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    1. Antwort von Adrian Flükiger, Köniz
      @Bauert: Völlig richtig. Kommt dazu, dass das was dieser Balmer von sich gegeben hat die reine Bankrotterklärung war: für sich und für seinen Verband.
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  • Kommentar von René Maeder, Bern
    Das war ja ein äusserst schlecht recherchierter Beitrag. Zwei, drei Anrufe hätten gereicht, um die richtigen Leute vor die Kamera zu kriegen. Zum Beispiel Sven Gabler, als Vertreter der Ladengeschäfte. Herr Balmer hat einmal mehr nur die Kamera gesucht, mit dieser Baustelle aber nichts zu tun. Und Herr Cassalucci hat sich noch nie einen Deut um die Geschichte interessiert. Der einzig richtige Mann im Film war René Schmied. Das war eine ganz Berichterstattung.
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