SC Bern muss wegen schärferer Vorschriften in Zürich reagieren

Ab Anfang 2014 ist in Zürich auf den Trikots der Sportler keine grossflächige Alkohol- und Tabakwerbung mehr zugelassen. Dies bedeutet für die Sportklubs: Sie müssen neue Trikots produzieren. Betroffen ist auch der Schweizermeister SC Bern. Dieser setzt im grossen Stil auf Bierwerbung.

Zwei Eishockeyspieler im Zweikampf.

Bildlegende: Bierwerbung in Zürich wird für den SC Bern ab Januar heikel. Keystone

Eigentlich ist Alkohol- und Tabakwerbung in öffentlichen Gebäuden im Kanton Zürich schon seit 2008 verboten. Allerdings wird dieses Verbot gerade im Sport noch immer umgangen, wie eine Untersuchung des Kantons Zürich ergeben hat.

Verschiedene Sportclubs, hauptsächlich im Eishockey, haben immer noch Alkoholwerbung auf ihren Trikots. So ziert zum Beispiel das Logo einer Bündner Biermarke die Knieschoner der Kloten Flyers.

Neue Richtlinie gilt schon bald

Nun will der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger härter durchgreifen, wie die «Basler Zeitung» berichtet. Demnach darf Werbung auf den Trikots der Sportler höchstens noch zehn mal zehn Zentimeter gross sein. Dies soll auch für die Gastmannschaften aus anderen Kantonen gelten.

Dies hat Folgen für Schweizermeister SC Bern: Wollen die Berner bei den Auswärtsspielen in Zürich keine Probleme kriegen, müssen sie sich etwas einfallen lassen. Im schlimmsten Fall müssen neue Trikots produziert werden. Im besten Fall machen die Zürcher aber in der aktuellen Meisterschaft noch eine Ausnahme. Denn der SC Bern absolviert nur noch ein Spiel in Zürich; in der letzten Runde dieser Meisterschaft Anfang März.

«Die schärferen Werberegeln in Zürich werden die Hockeyklubs empfindlich treffen», sagt Marc Furrer, Verwaltungsratspräsident von Swiss Ice Hockey auf Anfrage des «Regionaljournals Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Denn die Vereine setzten stark auf Bierfirmen als Sponsoringpartner. «Diese neuen Auflagen werden deshalb für die Clubs finanzielle Folgen haben.»