Schäferfest auf der Gemmi im Nebel

Das traditionelle Fest auf dem Gemmipass hat am Sonntag Hunderte Schaulustige angelockt - trotz nicht eben einladender Witterung.

Viel Nebel: Schäfer und Schafe habe einander trotzdem gefunden.

Bildlegende: Schäfer und Schafe habe einander im Nebel auf der Gemmi gefunden. ZVG

Höhepunkt des Festes auf dem Gemmipass an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis ist jeweils die Fütterung der auf den umliegenden Alpen gesömmerten Schafe mit «Gläck». Rund 800 Schafe werden normalerweise auf den Weiden zusammengetrieben. Kurz vor dem Mittag rennen sie dann von den Hängen herunter an den Daubensee, wo eine Getreidemischung ausgestreut wurde, die die Schafe fürs Leben gern haben.

Dieses Jahr war allerdings der Nebel auf der Gemmi so dicht, dass die Hirten nur rund 500 Tiere fanden und zusammentreiben konnten, wie es auf auf Anfrage bei Leukerbad Tourismus hiess. Der Anlass lockte am Sonntag etwa 1200 Besucher an. Bei besserem Wetter können es schon mal 3000 sein.

Natürlich fehlt auch das «Gläck» für die Zweibeiner nicht - Raclette und Weisswein. Das Fest wurde 1957 erstmals von Walliser Schäfern durchgeführt. Ein Jahr später gesellten sich die benachbarten Berner Schäfer dazu. Nach dem Willen der Organisatoren soll es die Zusammengehörigkeit zwischen den Kantonen Bern und Wallis fördern.