Scharmützel in der Samstagnacht

Vermummte haben am Samstagabend in Bern Polizisten angegriffen. Sie gingen unter anderem mit erhobenen Velos auf die Polizisten los. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Eine Person wurde festgenommen. Anlass der Auseinandersetzungen waren mehrere Lärmklagen aus der Umgebung des Gaswerkareals.

Polizisten in Bern im abendlichen Einsatz.

Bildlegende: Polizisten in Bern im abendlichen Einsatz. Keystone (Symbolbild)

Gegen 22 Uhr fand die Polizei dort einen Lieferwagen ohne Kontrollschilder, der von mehreren Dutzend Personen und lauter Musik begleitet in Richtung Innenstadt fuhr. Die Polizei beschloss, den Umzug auf Höhe Sulgeneckstrasse/Schwanengasse "zwecks eines klärenden Gesprächs zu stoppen", wie sie am Sonntag mitteilte.

Einige Personen an der Spitze des Umzugs hätten Gesprächsbereitschaft signalisiert, seien aber von anderen, vermummten Personen aus dem Umzug gestört haben. Obwohl die Polizei den Lenker des Lieferwagens mehrmals deutlich aufgefordert habe anzuhalten, habe dieser seine Fahrt im Schritttempo gegen die Polizeikräfte fortgesetzt, schreibt die Polizei.

Pflastersteine gegen Patrouille

Weil der Lenker weiterhin nicht anhielt und die Fahrertür verriegelte, schlug ein Polizist schliesslich die Scheibe ein und setzte gegen den Lenker Pfefferspray ein. Der Mann wurde festgenommen.

Die Polizisten seien mehrfach massiv angegriffen worden, schreibt die Polizei. Unbekannte seien unter anderem mit erhobenen Fahrrädern auf die Einsatzkräfte losgegangen. Nach dem Einsatz von Pfefferspray und einem Warnschuss mit Gummischrot in die Luft habe sich die Situation zunehmend beruhigt.

Zu einem weiteren Vorfall kam es kurz vor ein Uhr nachts: Unbekannte warfen Pflastersteine gegen eine Polizeipatrouille beim Regionalgefängnis in Bern. Verletzt wurde niemand. Das Polizeifahrzeug wurde aber beschädigt.