Schulamt der Stadt Bern segnet späteren Unterrichtsbeginn ab

Die Schülerinnen und Schüler der Stadtberner Oberstufen können am Morgen vielleicht bald länger schlafen. Ein Machbarkeitsbericht des städtischen Schulamts stützt die Verschiebung des Unterrichtsbeginns um eine Lektion.

Stühle auf dem Tisch.

Bildlegende: Bleiben die Schulzimmer der Berner Oberstufen am Morgen länger leer? Keystone

Schülerinnen und Schüler lernen besser und sind fitter, wenn sie am Morgen länger schlafen können. Das zeigen medizinische Studien. Deshalb hat das Munzingerschulhaus in der Stadt Bern vor anderthalb Jahren den Unterrichtsbeginn am Morgen um eine Stunde verschoben.

Nun zeigt das Schulamt der Stadt Bern in einem Machbarkeitsbericht, dass ein solcher späterer Unterrichtsbeginn auf allen Oberstufen in der Stadt Bern möglich ist. Es gibt zwei Modellrechnungen:

  • Die eine verschiebt den Unterrichtsbeginn von halb acht auf acht Uhr und die Schülerinnen und Schüler gehen etwas später in den Mittag.
  • Die andere Modellrechnung zwackt am Morgen eine Lektion ab und verteilt die damit fehlenden Lektionen auf die verschiedenen Nachmittage.

In beiden Modellen bleibt der Mittwochnachmittag frei und die Schule endet um etwa 17 Uhr. Ebenso bleibt der lange Mittag erhalten. Man rechne mit einem einheitlichen Mittag von einer Stunde und 45 Minuten, sagt Irene Hänsenberger vom Schulamt der Stadt Bern.

Einführung voraussichtlich im Sommer 2018

Der Bericht des Schulamtes liegt jetzt bei der Volksschulkonferenz der Stadt Bern, dem Zusammenschluss der Schulkommissionen. Diese entscheidet Ende Januar, ob der spätere Unterrichtsbeginn an allen Oberstufen in der Stadt Bern eingeführt wird oder nicht. Eingeführt würde der spätere Unterrichtsbeginn voraussichtlich mit dem Lehrplan 21 im Sommer 2018, so Irene Hänsenberger.