Schwarzafrikaner und Polizei räumen auf mit Vorurteilen

Mit einer gemeinsamen Flyer-Aktion wollen die Berner Kantonspolizei und Vertreter der afrikanischen Bevölkerung das gegenseitige Verständnis fördern. So wollen sie künftigen Konflikten bei Kontrollen vorbeugen.

Zwei Polizisten führen einen dunkelhäutigen Menschen ab.

Bildlegende: Begegnungen zwischen Polizisten und dunkelhäutigen Menschen sind nicht selten belastet durch gegenseitige Vorurteile. Keystone

Hinter der Aktion stehen das «gggfon - gemeinsam gegen Rassismus», das Swiss African Forum und die Kantonspolizei Bern. Der gemeinsam entworfene Flyer klärt auf über Rechte und Pflichten der Polizei bei Personenkontrollen. Auch durch regelmässige Treffen der Parteien wollen die Beteiligten das gegenseitige Verständnis weiter fördern.

Wie Manuel Willi, Chef Regionalpolizei, gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF sagt, fehle es bei Polizeikontrollen auf beiden Seiten manchmal an besserem Wissen über die Gegenpartei.

Dunkelhäutige, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, fühlten sich häufig diskriminiert. Polizisten wiederum fühlten sich bei der Ausübung ihrer Tätigkeit behindert.