Schweigemarsch in Daillon

Das Walliser Dorf Daillon gedachte am Samstagabend in einem Schweigemarsch der drei Opfer. Der 33-jährige Familienvater, der am Mittwochabend bei einer Schiesserei im Walliser Dorf Daillon schwer verletzt wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Schweigemarsch in Daillon.

Bildlegende: Schweigemarsch mit Kerzen in Daillon. Keystone

Mit einem Schweigemarsch gedachte das 400-Seelen-Dorf Daillon am Samstagabend der Opfer. Fast 300 Menschen zogen mit Kerzen vom Dorfplatz zur Kirche. Dort wurde eine Gedenkstätte mit Portraits der drei getöteten Frauen errichtet. Die Versammelten stellten brennende Kerzen auf.

Der Täter tötete bei der Schiesserei am Mittwoch drei Frauen und verletzte zwei Männer. Zurzeit sei noch nicht klar, welche Beziehung der Mann zu seinen Opfern habe, teilt die Staatsanwaltschaft mit. In der ersten Befragung gab der mutmassliche Schütze aber an, er habe ein familiäres Problem lösen wollen.

Weiter teilte die Staatsanwaltschaft mit, der Mann hätte mehrere Waffen besessen. Neben zwei Karabinern und einen Jagdgewehr waren auch ein weiteres Gewehr, eine Schreckschusspistole und eine Luftpistole in seinem Besitz. Gegen den Schützen wird eine Untersuchung wegen Mordes, Totschlags, Gefährdung des Lebens sowie wegen schwerer Körperverletzung eröffnet.