Vetraulicher Bericht Schweigen zu Kiesbericht der bernischen Finanzkontrolle

Bis zu 25 Millionen Franken zu viel habe der Kanton Bern ausgegeben für Kies. Die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments will sich dazu nicht äussern.

Kiesgrube mit Bauernhaus

Bildlegende: Der Kiesabbau im Kanton Bern bleibt Dauerthema. Keystone

Die Finanzkontrolle hat den Bericht zum Kies- und Deponiewesen im Auftrag der Geschäftsprüfungskommission des bernischen Kantonsparlaments erstellt. Sie hat darin 4200 Preise verglichen aus drei Kantonen und kam zum Schluss: Der Kanton Bern könnte in den letzten fünf Jahren bis zu 25 Millionen Franken zu viel bezahlt haben für Kies. So ein Bericht in der Zeitung «Bund».

Kein Kommentar von der GPK

Peter Siegenthaler, Präsident der Geschäftsprüfungskommission ist verärgert, dass das vertrauliche Dokument an die Öffentlichkeit gelangt ist. «Wir werden den Bericht in unseren ordentlichen Sitzungen besprechen. Vorher werde ich den Bericht weder beurteilen noch qualifizieren», so Siegenthaler.

Dabei sei es durchaus denkbar, dass sich die Geschäftsprüfungskommission extern beraten lasse. Denn beim Kies- und Deponiewesen im Kanton Bern handle es sich um ein hochkomplexes Thema mit vielen Verflechtungen, so Siegenthaler.

Dass sich Kiesfirmen gegenseitig absprechen und die Preise zu hoch festlegen, ist schon länger Thema im Kanton Bern. Seit 2014 ermittelt die eidgenössische Wettbewerbskommission gegen einzelne Firmen. Die Ergebnisse der Ermittlungen seien aber nicht vor Ende Jahr zu erwarten.