Schweizer Bier-WM-Teilnehmer im Final der besten sechs

Der Langenthaler Roger Brügger (unterstützt von Marcel Alber aus Aarburg) hat an der WM in São Paulo am 18. Juli den Final der besten sechs Teilnehmer erreicht. Am Ende wurden die Schweizer fünfte - in einem Feld von über 50 Teilnehmern aus neun Nationen.

Fehlerhaftes Bier kann nach Baby-Schweiss, nach Geranien oder nach Katzenurin schmecken. Bier-Sommelier Schweizermeister Roger Brügger aus Langenthal hat eine gute Nase, wie er Radio SRF sagt. Aber: «Auf Geranien bin ich wohl irgendwie blind.»

Geschmacksfehler im Bier finden: Das ist eine der Aufgaben, die der beste Bier-Sommelier der Schweiz an der Weltmeisterschaft in Brasilien lösen muss. Und weil man fehlerhaftes Bier im Laden nicht kaufen kann, werden die Fehlgeschmäcker mittels chemischer Substanzen einem gewöhnlichen Lagerbier beigefügt.

Brauner Bär - Schwarzer Bär?

In einem zweiten Teil der WM-Prüfung müssen Bier-Arten erkannt werden. Eis-Bock, Alt-Bier, Weizen oder Kölsch? Bei rund 140 anerkannten Bier-Sorten liegt ein Urteil nicht immer auf der Hand. Roger Brügger erkennt in einer ersten Trainingsrunde zwei von fünf.

Roger Brügger und Marcel Alber sind als Nationalteam der Bier-Sommeliere nach São Paulo geflogen. Dort standen sie am 18. Juli in einem Feld aus über 50 weiteren Bierkennern aus acht anderen Nationen im Final der besten sechs. Alle anderen sind Profis, zumeist Brauer. Die beiden Brau-Amateuren wurden schliesslich fünfte.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 16. Juli 2015, 17:30 Uhr)