Vögel in der Stadt «Selbst wenn man Krähen kastrieren könnte, würden wir verzichten»

Es gibt etwa 2000 Saatkrähen in der Stadt Bern. Anders als bei den Tauben ist eine gezielte Sterilisation bei Krähen jedoch nicht möglich.

Krähen auf einem Baum

Bildlegende: Etwa 2000 Saatkrähen leben aktuell in der Stadt Bern – und es werden immer mehr. table / photocase.de

Man könne theoretisch Krähen einfangen, so wie es bei Tauben üblich ist. Aber da es doppelt so viele Krähen als Tauben hat in der Stadt, wäre der Aufwand dementsprechend grösser. «Das lohnt sich nicht, das wäre unverhältnismässig», sagt Sabine Tschäppeler von der Fachstelle für Natur und Ökologie der Stadt Bern.

Zudem könne man die Krähen nicht über längere Zeit im gleichen Schlag halten. Ein weiteres Problem ist die Zuwanderung der Krähen aus dem Norden. Das Nahrungsangebot steuere die Population.

«  Solange es hier Futter hat, gibt es Saatkrähen. »

Sabine Tschäppeler

Selbst wenn es also keinen einheimischen Krähennachwuchs gibt, da die Krähen sterilisiert worden sind, nisten sich neue Krähen aus dem Norden ein. Bei Tauben sieht es anders aus: Sind sie einmal sterilisiert, bleibt die Population konstant oder sinkt sogar.

Saatkrähen: Intelligente Vögel oder Störenfriede?

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