Seltene Schafe erhalten Schutz aus dem All

Saaser Mutten gibt es kaum mehr. Letztes Jahr wurden viele Tiere gestohlen. Dank eines Sendehalsbandes sollen sie bei Diebstahl schneller gefunden werden.

Von den Saaser Mutten gibt es nur noch knapp 450 Tiere. Letztes Jahr wurden im Saastal 103 Tiere gestohlen. Ärgerlich für die Züchter, ärgerlich für die Organisation Pro Specie Rara. Sie arbeitet mit den Züchtern zusammen, um die seltene Schafrassen zu erhalten. Die Walliser Züchter setzen nun mit Hilfe von Pro Specie Rara auf Satellitentechnik.

Sechs Schafe erhalten während des Alpsommers auf den Saaser Alpen dieses Jahr erstmals Satelliten-Sendehalsbänder - ähnlich wie man es von Wildtieren kennt. «Statt einer Glocke, tragen die Tiere nun eine kleine Box», sagt Philippe Ammann von Pro Specie Rara. «Die Schafe merken das kaum.»

Für die Züchter hat der Sender aber einen gewichtigen Vorteil: «Sie können regelmässig die Position der Tiere auf ihrem Computer oder Smartphone abrufen.» Falls ein Schaf mit Sender gestohlen wird, kann es auch geortet werden.

Nur sechs der knapp 450 Schafe tragen jedoch ein Halsband. Reicht das? «Die Sender sind sehr teuer», antwortet Ammman. «Wir können nicht alle Tiere ausrüsten.» Dank Sponsoren können für nächstes Jahr aber weitere Sender beschafft werden.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr)

Die Saaser Mutten

Von den Saaser Mutten gibt es noch 360 weibliche und 70 männliche Tiere. Sie werden nur noch im Walliser Saastal gezüchtet. Pro Specie Rara versucht zusammen mit lokalen Züchtern, die Tiere zu erhalten. 2014 wurden 103 Tiere gestohlen – ein grosser Rückschlag für das Projekt.