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Jungpolitikerin Funiciello Sie will die Welt verbessern und ein Kind Berns bleiben

Die Bernerin Tamara Funiciello hat bereits mit 26 Jahren eine steile politische Karriere hingelegt: Der vorläufige Höhepunkt: Funiciello, Präsidentin der Juso Schweiz, wurde Anfang Dezember auch ins Vizepräsidium der Mutterpartei, der SP Schweiz gewählt. Mit ihrer unverblümten Art polarisiert sie.

Tamara Funiciello bei einer Versammlung.
Legende: Tamara Funiciello setzt zurzeit alles auf eine Karte: auf die Politik. Keystone

Am Parteitag in Thun wurde Tamara Funiciello ins Vizepräsidium der SP Schweiz gewählt. Sie sagte den anwesenden Genossinnen und Genossen klipp und klar: «Ich werde euch manchmal auf den Sack gehen - aber das ist gut so.»

Es ist die Aufgabe der Juso, der Stachel im Fleisch der SP zu sein.
Autor: Tamara FunicielloPräsidentin Juso Schweiz

Daher die Nachfrage: Was hat die 26-Jährige mit dieser Ansage genau gemeint? «Es ist die Aufgabe der Juso, der Mutterpartei nicht nur zu gefallen.»

Provokation als Programm

Provokation gehört zum Programm der Berner Jungpolitikerin. Sie fällt mit markigen Aussagen und extremen Standpunkten auf, eckt damit an, gefällt damit aber auch vielen jungen Wählerinnen und Wählern.

In ihrer jungen Politkarriere hat sie es bereits weit gebracht: Vorstandsmitglied der Juso Bern (2012), Präsidentin der Juso Schweiz, Wahl in den Stadtrat Bern und ins Vize-Präsidium der SP Schweiz (2016).

Neue Ansätze sind nötig, um die Probleme der Welt zu lösen.
Autor: Tamara FunicielloPräsidentin Juso Schweiz

Ein antikapitalistischer Diskurs sei nötig, um die Migrationsprobleme anzugehen. Die Wirtschaft solle sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und nicht an einer Profitmaximierung. «Das System ist in der Krise, jetzt braucht es dringend andere, neue Ansätze, um die Probleme zu lösen.» Zudem brauche es Visionisten, um die Welt weiterzubringen.

Tamara Funiciello ist italienisch-schweizerische Doppelbürgerin. Sie stammt aus einer politisch interessierten Familie. Ihre Eltern waren im Umfeld der Berner Reitschule und bei den Jugendbewegungen in den 1980er-Jahren aktiv. Sie studierte einige Semester an der Universität in Genf, kehrte jedoch wieder in ihr - wie sie sagt - beschauliches Bern zurück.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 / 17:30 Uhr)

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dies ist mein 4. (!) Versuch, eine Meinung zu diesen linksextremen (fast kommunistisch tönenden) Ansichten der JUSO-Präsidentin zu äussern: Wer die wohlhabende Schweiz demontieren will und völlig neben den Realitäten einem "kommunistischen Denkschema" verfallen ist, wird unser Land früher oder später in den Ruin treiben! Wer einen Sozialstaat will, braucht zuerst die Finanzen, um alles zu bezahlen! Das Geld kommt nun mal zum grössten Teil aus der freien Marktwirtschaft, den Firmen und Büezern!
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  • Kommentar von Michel Koller (Mica)
    Auch wenn ich einige Ansichten teile, so erinnere ich mich jetzt vor allem daran, dass sie in der Flüchtlingsfrage quasi zu Gesetzesbruch aufrief. Wenn Politiker dies tun, untergraben sie unser Rechtssystem. Man kann in dieser Position nicht einfach bestimmen, welche Gesetze zu befolgen sind und welche man ignoriert. Das sollte sie dringend noch lernen.
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