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Sion 2026 Positives Signal aus der Walliser Politik

100 Millionen Franken für die Olympia-Kandidatur – die vorberatende Kommission des Parlaments ist dafür.

Legende: Video «Politische Unterstützung für «Sion 2026»» abspielen. Laufzeit 4:44 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.02.2018.

Die Chancen von Sion 2026 seien grösser als die Risiken. Dieses Fazit zieht die Kommission für Volkswirtschaft und Energie nach intensiven Beratungen. Sie empfiehlt dem Walliser Kantonsparlament deshalb ein Ja zum Kredit von 100 Millionen Franken. Davon sind 40 Millionen für die Sicherheit und 60 Millionen Franken für Infrastruktur vorgesehen. Hier geht es namentlich um Investitionen in die Skipisten von Crans Montana und ins Feriendorf Fiesch im Goms.

Wir wollen diese Chance den jungen Generationen und der Region nicht entgehen lassen.
Autor: Gaby Fux-BrantschenKommissionsmitglied CVP

Die Kommission habe sich mit zahlreichen Experten ausgetauscht, sagten Politiker am Donnerstag vor den Medien in Sitten. Besonders intensiv seien die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Frage der Sicherheitskosten durchleuchtet worden, die in den letzten Monaten viel zu reden gaben. Kritiker glauben, sie seien mit insgesamt 303 Millionen Franken viel zu tief budgetiert.

Fachleute haben überzeugt

Die Kommission habe sich nach Diskussionen mit der Walliser Kantonspolizei und unabhängigen Experten aber vom Gegenteil überzeugen lassen, sagte CVP-Politikerin und Kommissionsmitglied Gaby Fux-Brantschen gegenüber Radio SRF. Darum wolle sie diese Chance der ganzen Region und den jungen Generationen nicht entgehen lassen. Der Entscheid fiel in der Kommission mit zehn zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung.

Plakate für Sion 2026 werden auf einer Bühne aufgestellt.
Legende: Unabhängig von politischen Entscheiden werben die Promotoren bereits für Sion 2026, hier Anfang Februar in Sitten. Keystone

Das Walliser Parlament wird am 9. März darüber befinden, ob es den Beschlussentwurf über den Kredit im Umfang von 100 Millionen Franken annimmt. Der Entscheid ist die Grundlage für die Volksabstimmung im Juni: Wenn das Parlament den Beschluss ablehnt, wird die Walliser Bevölkerung nicht an die Urne gebeten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Krauss (FabioK)
    Bei allem Respekt: In vielen Bereichen ist scheinbar zu wenig Geld vorhanden. Zum Beispiel für die Landesverteidigung (ewige Diskussionen trotz unsicheren Zeiten) oder den Schutz von in unserem Land ausgerotteten Tieren wie dem Wolf oder Bär (zuziehende Tiere lieber erschiessen anstatt Lösungen für ein nachhaltiges Zusammenleben zu fördern)... Und für eine Gaudi-Veranstaltung ohne Nachhaltigkeit gibt man evtl. MILLIARDEN aus - trotz Kenntnis der Folgen solcher Spiele (ja, es sind „Spiele“).
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Hoffentlich lehnt das Walliser Kantons-Parlament dieses utopische Vorhaben deutlich ab, damit nicht noch eine kostspielige Volksabstimmung organisiert werden muss! Ich spreche oft mit Walliser(innen): Der Grundtenor ist eine deutliche Ablehnung solcher Millionen-Investitionen für ein Sportfest von 10-20 Tagen! Für finanzielle persönliche "Gelüste", am möglichen "Geldkuchen" mitzuessen (zB.: Bauunternehmen, KMU's und Tourismus-Konzerne), sollten nicht soviel Steuergelder verschlingen!
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