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Skywork fliegt wieder Martin Inäbnit: «Diese Turbulenzen stärken uns wohl»

Skywork hat das Grounding abgewendet und fliegt seit Mittwoch wieder. Aber der Kampf gehe weiter, sagt der CEO.

Legende: Audio Martin Inäbnit über Turbulenzen und Finanzgeier (1.11.2017) abspielen. Laufzeit 07:51 Minuten.
07:51 min
Legende: Video Skywork Airlines fliegt wieder abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 01.11.2017.

Sechs Wochen lang kämpfte Skywork-Chef Martin Inäbnit um eine kurzfristige Finanzspritze. Diese brauchte seine Airline, um beim Bundesamt für Zivilluftverkehr die Betriebsbewilligung für den Winterflugplan auszulösen. Dies gelang dem Unternehmen am Dienstagabend. Zuvor waren die Flugzeuge der Regionalfluggesellschaft drei Tage lang am Boden geblieben.

«Es waren sehr fordernde Tage, das ist klar. Aber ich habe solche Situationen schon mehrfach erlebt. Da muss man durch», sagt Martin Inäbnit im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «An unserer Zukunft arbeiten wir ja nicht erst seit Tagen, sondern seit Jahren. Und diese Arbeit geht unvermindert weiter.»

Die Herkunft der Finanzhilfe bleibt im Dunkeln

Allerdings legt der Skywork-Chef nicht offen, wer dem Unternehmen ein Darlehen in unbekannter Höhe gewährt hat. Immerhin soviel: Von deutschen Interessenten kommt es nicht. Und: «Aus einem Darlehen kann auch neues Aktienkapital entstehen. Nur fehlte uns für diesen aufwendigen Prozess die Zeit.»

Der Bauingenieur und Aviatik-Unternehmen redet über Wachstum auf dem Belpmoos, über die Solidarität seiner Fluggäste, über eine sinnlose Konkurrenz auf dem Flughafen Bern, über eine tolle Belegschaft. Und über Schnäppchenjäger und «Finanzgeier», die in solchen Situationen immer auftauchen.

Adria Airways verzichtet auf Flüge von Bern

Am Mittwoch-Abend bestätigte die slowenische Adria Airways zudem, dass sie darauf verzichtet, von Montag an aus Belp vier Städte in Deutschland und Oestereich anzufliegen, die auch Skywork auf dem Winterflugplan hat. Der Grund ist, dass Skywork weiterfliegt. Die Online-Buchungsplattform für Bern hatte Adria Airways bereits am Mittwochmorgen deaktiviert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Bern bräuchte halt einen richtigen Anschluss an seinen Flughafen. Verlegt die Strecke Bern-Thun zwischen Ostermundigen und Münsingen unter den Flughafen, baut dort einen gscheiten Bahnhof mit direkten IC-Verbindungen nach Bern, Interlaken und Visp und schon funktioniert das. Spart dem Touristen glatt ein-zwei Stunden Reisezeit und wäre enorm attraktiv als Flughafen für die Berner Oberländer und Walliser Touristendestinationen.
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    1. Antwort von Raphael Strauss (Strauss Raphael)
      Nicht nötig. Wenn der CO2 Ausstoß so weitergeht, die Temperatur ansteigt und die Gletscher schmelzen, ist schon bald fertig skigefahren. Und dann bleiben auch die Touristen Weg. Das Fliegen wird sich selber abschaffen.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Trotzdem jetzt schon vom Bahnhof Belp aus der Flughafen Bern-Belp mit dem Bus sehr gut erreichbar ist, unterstütze ich Ihren Vorschlag voll, Herr Ducrey. Sobald ein Flughafen mit der Bahn (oder mit Bus) schnell und mehrmals im Tag erreichbar ist, nehmen die Flugpassagiere schlagartig zu (siehe Genf/Aeroport oder Zürich/Flughafen). Man muss nur die bestehende Gürbetal-Bahnlinie attraktiv machen (Visp/Bern-Belp) und dazu Werbung machen (Schweiz Tourismus)! "Wetten, dass" das bereits viel brächte!
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  • Kommentar von Raphael Strauss (Strauss Raphael)
    Auch dieses Geld werden Sie verbraten, wie schon die Millionen von Rolex Erbe Daniel Borer.
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