Solothurn dankt Bern nach dem Hochwasser

Ein Grund für den Erfolg ist, dass der Kontakt zwischen den Kantonen heute besser ist als auch schon.

Die Emme kommt hoch, braun und mit Baumstämmen.

Bildlegende: Die Flut aus der Emme konnte in der Aare aufgefangen werden. SRF

«Ich glaube, wir können eine positive Bilanz ziehen», sagt Diego Ochsner am Tag nach dem Hochwassereinsatz, er ist der Chef des Solothurner Führungsstabs. Trotz einer hohen Flutwelle in der Emme blieb der Kanton Solothurn vor Schäden durch ein Aare-Hochwasser verschont.

Bewährt haben sich zum einen die neuen Hochwasser-Schutzbauten an der Emme bei Biberist. Das Flussbett ist heute breiter, es hat Schutzdämme. Bewährt hat sich aber auch auch das Hochwasser-Management an der Aare.

Die Berner Behörden haben früh die Schleusen am Bielersee dicht gemacht und damit den Abfluss in die Aare gedrosselt. Der Pegel sank, die Aare hatte Platz für die Fluten aus der Emme. Olten blieb so vor einem erneuten Hochwasser verschont.

Diego Ochsner schickt denn auch ein grosses Lob nach Bern. «Die Kollegen dort denken heute sehr langfristig und haben die Wasserpegel im Griff.» Der Kontakt zwischen den beiden Kantonen sei heute eng und unkompliziert, so Ochsner.

Bei den Hochwasser-Ereignissen im letzten Jahrzehnt hatte es noch heftige Kritik am Krisenmanagement der beiden Kantone gegeben.