Sommer war der jüngste Regierungsstatthalter des Kantons Bern

Regierungsstatthalter Martin Sommer war 19 Jahre lang der verlängerte Arm des Kantons Bern im Oberaargau. Als Sommer 1995 sein Amt antrat, war er gerade mal 26 Jahre alt. Heute hat Martin Sommer sein Amt offiziell abgegeben. Er startet nun eine neue berufliche Karriere.

Ein Mann steht in einem Büro.

Bildlegende: Martin Sommer verlässt nach 19 Jahren seinen Arbeitsplatz im Schloss Wangen. SRF

Gewählt wurde Martin Sommer 1994 als Regierungsstatthalter des damaligen Amtsbezirks Wangen. Mit 26 Jahren war er der jüngste Regierungsstatthalter. Kurz vor seinem Amtsantritt schaffte es Sommer, bei seinen Eltern auszuziehen. Das Jura-Studium schloss er erst ein paar Jahre nach seinem Amtsantritt ab.

2010 wurde Martin Sommer Statthalter des doppelt so grossen Verwaltungskreises Oberaargau. Wegen seiner ruhigen, sachlichen Art und seiner Fachkompetenz sei er weiterherum geschätzt worden, stellte Regierungspräsident Christoph Neuhaus bei Sommers Verabschiedung am Donnerstag im Schloss Wangen fest.

Eine Fabrik steht in Vollbrand.

Bildlegende: Beim Tela-Brand im Sommer 1996 kamen drei Feuerwehrmänner ums Leben. Keystone

Ein prägendes Ereignis in seiner Amtszeit, das ihm sehr nahe gegangen ist, sei der Brand der Tela-Fabrik in Niederbipp von 1996 gewesen. Drei Feuerwehrmänner haben dabei ihr Leben verloren. «Das hat bei mir tiefe Spuren hinterlassen», sagt Martin Sommer im Interview mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Noch heute stockt seine Stimme, wenn er vom Grossbrand erzählt.

Martin Sommer geht noch nicht in den Ruhestand. Er will sich erst weiterbilden und dann Gemeinden als Berater unterstützen. Die Nachfolge von Martin Sommer tritt am 1. Januar 2014 sein bisheriger Stellvertreter an, der 36-jährige Jurist Marc Häusler aus Walliswil-Bipp.