SP bringt eine offene Liste für die Staatsratswahlen ins Spiel

Die Unterwalliser SP will an ihrem Kongress darüber entscheiden, ob sie bei den Staatsratswahlen mit einer Doppelkandidatur antreten will.

Rossini und Waeber umarmen sich.

Bildlegende: Die Freundschaftsbekundungen sind wohl Geschichte: Stéphane Rossini und Esther Waeber-Kalbermatten 2009 in Sitten. Keystone

Die Auseinandersetzungen bei den Walliser Sozialdemokraten gehen weiter: Der Unterwalliser Flügel der Partei will neben der amtierenden Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten auch den ehemaligen Nationalratspräsidenten Stéphane Rossini ins Rennen für die Staatsratswahlen schicken.

Die Parteileitung teilte am Donnerstagnachmittag mit, es sei ein entsprechender Antrag eingegangen: Einige Delegierte der Unterwalliser SP wollen eine Liste mit beiden Kandidaten zur Wahl stellen. Die Partei entscheidet über diese Frage am 24. September an einem ausserordentlichen Kongress.

Kehrtwende von Rossini

Ende Juni hatte Stéphane Rossini noch erklärt, er trete nicht an, wenn die Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten ihren Sitz verteidigen wolle. Er griff die Oberwalliser Sozialdemokraten damals frontal an. Im Juli zog die Affäre weitere Kreise: Der Präsident der Unterwalliser SP, Gaël Bourgeois, kündigte seinen Rücktritt an.

Sendung zu diesem Artikel