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Bern Freiburg Wallis Spiez trainiert Zivilcourage - und warnt vor falschem Heldentum

Gewalt, Vandalismus und Littering passieren jederzeit überall. Auch deshalb, weil in der Regel niemand eingreift. Jetzt sensibilisiert die Gemeinde Spiez die Bevölkerung zum Thema Zivilcourage. Und zeigt auch deren Grenzen.

Der Streit eines Paares in der Spiezer Bahnhofunterführung wird laut und handgreiflich. Passanten weichen aus oder versuchen, die Streithähne auseinanderzubringen. Die Szene ist gestellt - aber realitätsnah. Schlägereien, Vandalismus und Littering können jederzeit überall passieren. Und dann müssen sich die Leute rundum von einem Augenblick zum andern entscheiden : eingreifen oder abhauen.

«Es ist eine Gratwanderung. Einerseits beklagen wir die Tatsache, dass nur Wenige noch den Mut haben, zu intervenieren. Und andernseits ist falsches Heldentum auch fatal,» bringt Gemeinderätin Jolanda Brunner den Zwiespalt auf den Punkt.

Die Spiezer Sozialdienste haben deshalb ein Flugblatt in alle Haushaltungen geschickt, wie Zivilcourage zu bewerkstelligen ist. Dazu gibt es die Szenenspiele inmitten überraschter Menschen. «Wir haben gemerkt, dass es bei den Leuten ein Thema geworden ist», bilanziert Jolanda Brunner.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Elisabeth Rüd, 3123 Belp
    Ich durfte dabei sein und bin begeistert. Wie oft schon hatte ich in solchen Situationen "Ohnmachtsgefühle". Wie reagieren? Bei diesem Anlass ging es eben auch gerade darum, den Zuschauenden eine Übungsplattform zu bieten. Was könnte ich sagen, wie geschickt reagieren, ohne mich selber in Gefahr zu bringen. Mich hat es weiter gebracht. Ich hoffe, dass noch viele Gemeinden dieses Projekt aufgreifen und mit der Theaterpädagogin Gisella (La Vita é bella) umsetzen.
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