Spital Riggisberg gibt Geburtshilfe auf

Das Spital Riggisberg stellt seine Geburtshilfe auf Ende Juli 2013 ein, die Operationsbereitschaft in anderen Bereichen wird reduziert. Den Ausschlag gegeben haben die Finanzen und die Schwierigkeit, das nötige ärztliche Fachpersonal zu finden.

Das Spital von aussen.

Bildlegende: Das Spital Riggisberg hat ab Sommer keine Geburtenabteilung mehr. zvg

Das Spital Riggisberg soll sich künftig auf die medizinische Grundversorgung im Gantrischgebiet konzentrieren. Das hat der Verwaltungsrat der Spital Netz Bern AG beschlossen, wie er am Dienstag mitteilte. Preis für diese Zukunftssicherung sei die Einstellung der Geburtshilfe, die weitherum bekannt und geschätzt ist. Im letzten Jahr sind im Landspital Riggisberg rund 300 Kinder zur Welt gekommen.

Problem Finanzen, Problem fachärztliches Personal

Begründet wird die Massnahme mit der ungenügenden Wirtschaftlichkeit und den Problemen, das nötige fachärztliche Personal zu finden. Riggisberg ist das kleinste Spital der Spital Netz Bern AG und kann aufgrund seiner Grösse die Kosten zum Beispiel der permanenten Operationsbereitschaft nicht mehr verkraften.

Die Einstellung der Geburtshilfe soll zu keinen Kündigungen führen. Alle betroffenen 15 bis 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde eine neue Stelle innerhalb von Spital Netz Bern oder im Inselspital angeboten.