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Bern Freiburg Wallis Spital Wallis mit Problemen im Unterwallis

Für das Geschäftsjahr 2015 weist das Spital Wallis einen Verlust von acht Millionen Franken aus. Verantwortlich für die roten Zahlen ist der französischsprachige Teil des Kantons. Im Oberwallis bleibt ein Gewinn.

Die beiden Oberwalliser Spitäler in Brig und Visp haben gut gearbeitet. 3,3 Millionen Franken Gewinn resultiert aus dem Jahr 2015. Auch 2014 schrieben die beiden Kliniken schwarze Zahlen, der Trend setzt sich also fort. Man habe die Hausaufgaben im Oberwallis bereits vor einigen Jahren gemacht, sagt Eric Bovin, Generaldirektor des Spital Wallis.

Eine Tafel mit dem Schriftzug «Spital Wallis»
Legende: Das Spital Wallis mit seinen zehn Einrichtungen muss für 2015 einen Verlust hinnehmen. Keystone

So sei beispielsweise der Bereich Alterspflege vor mehreren Jahren reorganisiert worden. «Konkurrenz» erhält der deutschsprachige Kantonsteil eher durch Bern. Viele Patientinnen und Patienten ziehen für Spezialoperationen Bern vor.

Anders das Bild im Unterwallis: Das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis hat einen Verlust von 8,6 Millionen budgetiert, schloss nun aber mit einem weit höheren Verlust von 13,6 Millionen Franken. Gründe für die roten Zahlen sind vielschichtig, sagt Eric Bovin. Ein Grund sei, dass nationalen Tarife gesenkt wurden, das Spital erhält für seine Leistungen weniger Geld von den Krankenkassen.

Eine Spitalschliessung reicht bei weitem nicht
Autor: Eric BonvinGeneraldirektor Spital Wallis

Ein wichtiger Punkt ist auch die Reorganisation der Spitallandschaft Unterwallis, die bei weitem noch nicht abgeschlossen sei, wie Bonvin sagt. Noch gibt es acht Spitäler. Im September wird eine Klinik in Siders schliessen, das allein dürfte laut dem Generaldirektor Eric Bonvin aber nicht genügen.

Anders als im Oberwallis gebe es zudem im Unterwallis zwei Privatkliniken, die für die öffentlichen Spitäler durchaus eine Konkurrenz seien. Das Spital Wallis ist ein Zusammenschluss von zehn Einrichtungen und 2004 entstanden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von rené studer (rené studer)
    die alten ausnehmen (ALTERSPFLEGE) ist ein einträgliches Geschäft! in der reichen dt. Schweiz hat es einige auch private alters Residenzen. bei gebühren ab 10'000 Fr. mtl. und noch viel mehr. das die ärmeren Regionen eher auf pflege als auf Rendite achten scheint vernünftig und menschlich! stellt sich doch eher die frage wieso Spitäler einen anderen auftrag erfüllen sollen als heilen und pflegen? die kranke Gier der pharma Giganten und kassen dem krankheitswesen zu verordnen passt zu ch Politik
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