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Bern Freiburg Wallis Spitaldirektor Holger Baumann: «Tue Gutes und sprich darüber»

Der deutsche Ökonom Holger Baumann übernimmt im Februar 2014 die Leitung des Berner Inselspitals und der Spital Netz Bern AG. Er hat am Dienstag seinen künftigen Arbeitsort besucht und dabei seine Ziele bekanntgegeben. Sein zentralen Anliegen: besser kommunizieren und die Politik besser einbinden.

Legende: Audio Das will der neue Spitaldirektor in Bern erreichen. abspielen. Laufzeit 2:46 Minuten.
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Auf Holger Baumann wartet eine anspruchsvolle Aufgabe: Er muss das Inselspital mit der Spital Netz Bern AG zusammenführen. Er wird Chef von rund 11'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Stärker kommunizieren

Den Zusammenschluss des Inselspitals mit der Spital Netz Bern AG voranzutreiben, sei eine enorme Herausforderung, sagt der neue Spitalchef Baumann im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Er habe Respekt vor dem Ziel, das führende Universitätsspital und die öffentlichen Anbieter der erweiterten Grundversorgung im Grossraum Bern zum grössten Spital der Schweiz zu formen. Der deutsche Spitalmanager und Diplom-Ökonom will beim Zusammenschluss stärker kommunizieren und die politischen Behörden des Kantons und der Gemeinden in den Prozess integrieren.

Der neue starke Mann fordert dabei mehr Selbstbewusstsein. Baumann sagte, der Spitalstandort Bern müsse sich international besser positionieren und profilieren: «Tue Gutes und sprich darüber», verlangt Baumann. Denn auch davon lebe die Wissenschaft. In Bezug auf das kommunizieren der eigenen Leistungen müsse man etwas Zurückhaltung ablegen, sagt Baumann.

Chef des grössten Spitals der Schweiz

Der 55jährige Holger Baumann kommt aus Hannover und tritt seine neue Stelle Anfang Februar 2014 an. Zurzeit ist Baumann als Vizepräsident der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Bis zum Amtsantritt Baumanns übernimmt Insel-Direktionspräsident Urs Birchler ad interim den Vorsitz der achtköpfigen Geschäftsleitung.

Mit dem Zusammengehen des Inselspitals und den Betrieben der Spital Netz Bern AG entsteht das grösste Spital der Schweiz. Zum Spital-Netz Bern gehören die öffentlichen Spitäler Aarberg, Münsingen, Riggisberg, Tiefenau und Ziegler, das Spital und Altersheim Belp sowie das Pflegezentrum Elfenau.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Markus Hostettler, "Pro Geburtshilfe Riggisberg", Riggisberg
    Für die Spitalgrundversorgung im Kanton Bern ist das schlimmste zu befürchten! Der bernischen Bevölkerung geht es darum, unabhängig vom Wohnort auf eine gute medizinische Versorgung mit Hausärzten und Spitälern zählen zu dürfen. Die internationale Wahrnehmung des Inselspitals sollte seine kleinste Sorgen sein. Sein Rat "Tue Gutes und spricht darüber" ist mehr als zynisch! Seine "Vorgänger" zerstören in Riggisberg gerade eine Geburtsabteilung und missachten dabei die "Spital-Standort-Initiative".
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