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Bern Freiburg Wallis Stadt Bern kämpft um Platz für ein neues Heer von Bahnreisenden

Wenn im Jahr 2025 der neue RBS-Tiefbahnhof im Hauptbahnhof Bern fertig gebaut ist, dann brauchts am Bubenbergplatz einen neuen Bahnhofzugang. Der Berner Gemeinderat sagt nun, wie er dafür Platz schafft - nämlich bei der Strasse.

Mehr Platz für Bahnreisende am Berner Bubenbergplatz: Gemeinderätin Ursula Wyss erklärt die Pläne.
Legende: Mehr Platz für Bahnreisende am Berner Bubenbergplatz: Gemeinderätin Ursula Wyss erklärt die Pläne. SRF

Der Strom von Reisenden am Westende des heutigen Berner Hauptbahnhofs, also bei der Welle und der Ecke Schanzenstrasse/Bubenbergplatz, wird sich nach der Eröffnung des neuen RBS-Tiefbahnhofs in 12 Jahren verfünffachen. Das ist die Prognose der Planer, die Folge des Bahnhof-Ausbaus und letztlich die grosse Herausforderung für die Stadt Bern. «Wir müssen die Heerscharen von neuen Reisenden abfangen, die uns SBB und RBS liefern. Voilà.» sagt der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Vorgesehen ist ein neuer Bahnhofzugang am Bubenbergplatz. Er muss mit einer Kapazität von 26'000 Leuten in Spitzenstunden soviel verkraften wie heute der Hauptbahnhof.

«Wir wollen eine schnelle, sichere und attraktive Anbindung des neuen Bahnhof-Zugangs an unseren öffentlichen Verkehr. Und das braucht Platz,» resümiert Gemeinderätin Ursula Wyss. Und es ist schnell klar, woher dieser zusätzliche Platz überhaupt kommen kann. Die Strasse vom Bahnhofplatz Richtung Westen wird flächenmässig praktisch halbiert, abbiegen ist nicht mehr möglich, die Fussgängerstreifen werden massiv ausgebaut. Dazu wird die Schanzenstrasse bei der Welle faktisch für den öffentlichen Verkehr und die Fussgänger-Ströme reserviert.

Keine Neuauflage des Schanzentunnels

«Die Strasse hat dritte Priorität. Und deshalb werden wir den Verkehr über den Bahnhofplatz Richtung Westen um etwa einen Drittel reduzieren müssen», sagt Ursula Wyss. Die Stadt hat keine neuen Umfahrungspläne. Aber sie beginnt schon jetzt, mit flankierenden Massnahmen dafür zu sorgen, dass der Verkehr nicht in die benachbarten Quartiere ausweicht.

Frühere, vom Stimmvolk schon mal abgelehnte Projekte mit einem autofreien Bahnhofplatz oder einer Umfahrung mit einem Schanzentunnel, kommen nicht mehr aufs Tapet. Die Verkehrsplaner gehen davon aus, dass die Durchfahrt durch den Bahnhof in der Lage ist, allfälligen Mehrverkehr zu schlucken.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Bernhard Meile, Schüpfen
    Spricht sich die Stadt Bern bei der Bewältigung dieses Verkehrs mit den Agglomerationsgemeinden ab? Mit dem "Wegfall der Abbiegebeziehung" werden nämlich andere, mannigfaltige Verkehrsprobleme geschaffen, welche weitreichende Folgen für die städtische Nachbarschaft haben können. Es wäre schlecht - wie vielfach zuvor - rücksichtslos oder mit grosser Kelle anzurichten, gleichzeitig über Zentrumslasten zu klagen und Geld von Nachbargemeinden zu fordern, ohne deren Interessen zu berücksichtigen.
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    1. Antwort von georgios rafailis, bern
      ihr kommentar ist ein bisschen fraglich - ich sehe kein weitreichenden folgen für die nachbarschaft, d.h.agglo. man hat in der schweiz und vor allem in bern zu lange nicht mit der grossen kelle angerichtet was stadtplanung oder die demografische entwicklung des verkehrs angeht. was die belastung der nachbarschaft betrifft - was ist mit den heerscharen der nachtschwärmer jedes wochenende (fr/sa) aus der agglo und was sie hinterlassen und die kosten die verursacht werden??gruss an die agglo
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    2. Antwort von Bernhard Meile, Schüpfen
      @g.rafalis:Heerscharen von Nachtschwärmern werden bewusst von der Stadt angezogen und lassen massenhaft Geld liegen. Das will niemand sehen. Unternehmen, welche davon profitieren zahlen hoffentlich Steuern. Also wären die Kosten abgedeckt. Dass durch die verhinderte Abbiegemöglichkeit weitreichender Umwegverkehr entsteht, will man natürlich auf linker Seite nicht verstehen. Sobald Ideologien ins Spiel kommen, wird es halt schwierig mit der Objektivität. In der Agglo den Feind zu sehen, ist dumm.
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    3. Antwort von georgios rafailis, bern
      habe ich es doch gewusst - und schon wieder wird von den 'linken' gesprochen und eine antwort als dumm bezeichnet. ihr weltbild ist zu einfach und lassen sie die ideologien beseite. die kosten der nachtschwärmerei sind bei weitem nicht abgedeckt. objektivität ist etwas das in der agglo gegenüber den städten z.t. nicht vorhanden ist (wie z.b.von leuten wie sie) - da man dort zwischen 'rechts' und 'links' unterscheidet und das an sich ist schon dumm genug.
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    4. Antwort von Bernhard Meile, Schüpfen
      @g.rafalis: Lesen Sie genau! Ihre Antwort habe ich nicht als dumm bezeichnet. Aber wenn Sie alles auf sich beziehen, spricht das Bände! Und wenn diese Nachtschwärmerkosten nicht abgedeckt sein sollen, so ist das nicht der Fehler der Agglo. Schuldzuweisungen und Feindbilder helfen nicht weiter. Überlegungen über Folgen von Verkehrsmassnahmen sind nicht die Stärke ideologisierter Politiker.
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