Stadt Bern prüft Schule statt Entsorgungshof am Egelsee

Eine Schule statt ein Entsorgungshof am Egelsee: Diese Idee lässt der Berner Gemeinderat näher prüfen, wie er mitteilt. Wie das ganze Areal künftig genutzt werden könnte, wird im Rahmen einer Vorstudie untersucht.

Gelbes Gebäude des Entsorgungshof, Strasse, Autos.

Bildlegende: Der Gemeinderat kann sich am Standort Egelsee auch eine Schule vorstellen. Google Maps

Die Berner Stadtregierung lässt untersuchen, wie das Areal des Entsorgungshofs Egelsee künftig genutzt werden soll. Sie hat dafür einen Kredit von 72'000 Franken freigegeben. Der Entsorgungshof wird im Oktober geschlossen, die Strassenreinigung zieht 2018 oder etwas später aus.

Ziel sei es, das Areal der Quartierbevölkerung als Naherholungsraum zugänglich zu machen, betont der Gemeinderat. Im Rahmen der Vorstudie würden aber auch andere Bedürfnisse einbezogen. So werde aufgrund des Schulraumbedarfs geprüft, ob sich das Gebäude auf dem Areal des heutigen Entsorgungshofs als Schulstandort eignen würde. Diese Option sei der Stadt sehr ernst, sagt Stadtplaner Mark Werren auf Anfrage des Regionaljournals. «In der ganzen Stadt fehlt Schulraum und in diesem Gebiet ist das Problem besonders gross.»

Zur Diskussion steht zudem eine Zwischennutzung des Areals. Bis Ende dieses Jahres werden der grösste Teil des Aussenbereichs und ein Innenraum von rund 40 Quadratmetern frei, wie der Gemeinderat schreibt. Die Stadtregierung ist bereit, umgehend eine Zwischennutzung zu ermöglichen.