Stadt Bern soll besser lobbyieren

Die Stadtregierung müsse sich stärker für das Image von Bern einsetzen. Probleme mit ländlichen Regionen müssten früher erkannt werden. Die wirtschaftsnahe Vereinigung Entente Bernoise forderte am Mittwoch, dass künftig ein Mitglied der Berner Stadtregierung den Lead in solchen Sachen übernehme.

Wunsch an Stadtregierung: Mehr tun fürs Image der Stadt. Und besser vermitteln mit Landregionen.

Bildlegende: In der Pflicht: Berner Stadtregierung soll sich mehr für Stadtbelange einsetzen. Keystone

Die Stadt Bern müsse sich gerade auf kantonaler Ebene wieder mehr Gehör verschaffen und besseres Lobbying betreiben.

Die Stadtregierung müsse sich für das Image von Bern einsetzen und für eine bessere Vernetzung sorgen. Allfällige Konflikte müssten frühzeitig erkannt und allenfalls durch gezielte Vorbereitung der Grossratssessionen angegangen werden.

Zudem brauche es ein institutionalisiertes Lobbying, das beispielsweise durch das heutige Budget der stadtberner Wirtschaftsförderung finanziert wird.

Besser koordinieren

Zum Beispiel: Während sich die ländlichen Regionen etwa beim Standortentscheid des neuen Campus der Berner Fachhochschule verbündeten und schliesslich auch durchsetzten, habe sich die Stadt zu spät und unkoordiniert in Position gebracht. Oder: Werde dort beispielsweise eine Postautolinie gestrichen, gehe die ganze Region auf die Barrikaden. Die Stadt reagiere in solchen Fällen träger.

Die Entente Bernoise wolle dazu beitragen, dass man auch vermehrt wieder über die Stadtgrenzen hinaus miteinander rede. In den ländlichen Regionen wisse man sich zu organisieren, sagte Leander Jaggi, Vorstandsmitglied der Entente Bernoise.