Stadt Bern sucht Dialog mit Online-Taxidienst Uber

Es gebe «keine grundsätzlichen Bedenken» gegenüber Uber. Wolle dieser Dienst aber in Bern tätig werden, müsse er sich an dieselben Regeln halten wie alle anderen Taxi-Betreiber, meint die Stadt.

Ein Smartphone mit einer Uber-App.

Bildlegende: In Zürich und Genf gibt es bereits einen Fahrdienst von Uber-Taxis. Keystone

Die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie wurde in einem Communiqué vom Freitag deutlich. Der Online-Taxidienst des amerikanischen Technologieunternehmens Uber müsse die kantonalen und kommunalen Gesetze einhalten, falls er seine Fahrdienste auch in Bern anbieten möchte. Konkret hiesse das, dass auch die Fahrerinnen und Fahrer, die für Uber unterwegs sind, über eine Taxiführerbewilligung verfügen müssen. Nur so könnten sie zum Beispiel auch Busspuren befahren und Poller passieren.

Obwohl noch nicht klar ist, ob Uber nach Bern kommen will, hat die Stadt bereits das Gespräch mit dem Unternehmen gesucht. «Es war ein guter Kontakt», sagt Marc Heeb, der Chef der Gewerbepolizei, gegenüber Radio SRF.

Die US-Firma Uber ist in rund 40 Ländern tätig, in der Schweiz bislang nur in Zürich und Genf. Anders als herkömmliche Taxis haben Uber-Wagen keine festen Standplätze und auch kein Schild auf dem Dach.

Der Kontakt zwischen Kunden und Fahrern kommt via Smartphone-App zustande. Die Preise liegen laut Uber 30 bis 40 Prozent unter den üblichen Taxi-Tarifen. Das Taxigewerbe verfolgt die Entwicklung mit Skepsis.