Stadt Bern will den fairen Handel unterstützen

Die Stadtregierung will, dass sich Bern um die Auszeichnung «Fair Trade Town» bewirbt. Dazu muss die Stadt fünf Kriterien erfüllen. Unter anderem sollen Bevölkerung und Unternehmen für den fairen Handel erwärmt werden.

Verschiedene Gemüsesorten, essfertig zubereitet

Bildlegende: Fair gehandeltes Gemüse - hier an einer Fachmesse in Nürnberg. Keystone

Fünf Kriterien muss eine «Fair Trade Town» erfüllen:

  • Die Stadt bekennt sich zum fairen Handel.
  • Eine Arbeitsgruppe kümmert sich um die Umsetzung der Ziele.
  • Fair gehandelte Produkte sind in lokalen Geschäften leicht erhältlich.
  • Weitere Institutionen und Unternehmen sollen dazu bewegt werden, faire Produkte zu verwenden.
  • Der Bevölkerung soll der faire Handel nähergebracht werden.

Die ersten drei Kriterien seien in Bern bereits erfüllt, schreibt die Stadtregierung. Eine Arbeitsgruppe wurde innerhalb der Verwaltung eingesetzt und über 10 Detailhandelsläden und 20 Gastro-Betriebe verkauften bereits fair gehandelte Produkte.

«  Fairer Handel ist ein Gebot der Stunde. »

Reto Nause
Gemeinderat Stadt Bern

Finanziell soll die Kampagne die Stadt Bern nicht viel kosten, sagt der zuständige Gemeinderat Reto Nause. Der jährliche Beitrag kostet sie 2500 Franken. Die Arbeitsgruppe ist verwaltungsintern.

Und was bringt es der Stadt Bern, wenn sie die Auszeichnung erhält? «Ein gewisses Renommee und das Image, dass sie Fairness auch im Bereich der eigenen Beschaffungen hochhalten will», sagt Nause. Zudem sei es für Restaurants und Unternehmen «ein Gebot der Stunde, dass man sich Rechenschaft ablegt über die Herkunft der Produkte, die man verkauft.»

Die Kampagne «Fair Trade Town» startete 2000 in Grossbritannien. Inzwischen tragen weltweit über 1600 Städte das Label. In der Schweiz hat Glarus Nord vor zwei Wochen als erste Gemeinde die Auszeichnung als «Fair Trade Town» erhalten.

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