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Bern Freiburg Wallis Stadt Bern will Energieversorgung komplett umbauen

Anfang November tritt der Richtplan Energie in Kraft. Er sieht vor, dass die Stromversorgung Berns zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt.

Die Stadt Bern mit dem Bundeshaus in einer Luftaufnahme.
Legende: Der Richtplan Energie gilt auch für die öffentlichen Liegenschaften der Stadt Bern. Keystone

Bis 2035 soll die Wärmeversorgung, die heute noch zu über 90 Prozent auf fossilen Energieträgern basiert, zu 70 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Bei der Stromversorgung soll der Anteil erneuerbarer Energieträger bei 80 Prozent liegen. Heute sind es 50 Prozent.

Die Ziele seien ehrgeizig, sagte der Berner Energiedirektor Reto Nause an der Medienkonferenz. «Aber die Stadt Bern will ihre Vorreiterrolle ausbauen.» Damit die Ziele erreicht werden können, muss Bern die Energieversorgung grundlegend umbauen: Gas als Brennstoff für Heizungen wird stark abnehemen, Fernwärme zunehmen. Die heutigen Kapazitäten reichen dafür aber nicht aus. «Wir denken auch an ein neues Holz-Kraftwerk oder an Geothermie», sagt Reto Nause. Der städtische Energieversorger EWB arbeitet zur Zeit an vier Projekten. CEO Daniel Schafer sagt, «es ist denkbar, dass ein Geothermiekraftwerk in der Stadt gebaut wird. Wenn die technische Machbarkeit erwiesen ist.»

Hilfe für Liegenschaftsbesitzer

Zu den Massnahmen, um die Ziele zu erreichen, gehören unter anderem Gebäudesanierungen, die Realisierung von dezentralen Wärme- und Kälteverbunden oder die Erweiterung des Fernwärmenetzes ab der Energiezentrale Forsthaus.

Liegenschaftsbesitzer können sich auf einer Wärmeversorgungskarte informieren, welche Energieträger in welchen Quartieren bei einem Heizungsersatz vorrangig zum Einsatz kommen sollen. Und dank einer Solarstromkarte wird ersichtlich, auf welchen Dachflächen wie viel Strom produziert werden kann.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Simone L., Schweden
    Holz oder Geothermie? Mir ist völlig unklar wieso man in der Schweiz auf solche altmodischen respektive unsichere, unerforschte Methoden setzt. Hier oben im Norden ist man in diesem Thema Lichtjahre weiter: ganze Städte und Regionen werden via Fernwärme und Strom aus Abfall versorgt. Es gibt hier Oben die weltweit grössten und einzigartigsten Kraftwerke dieser Art. Sowohl Strom, Wärme und auch Wasser sind aus diesem Grund extrem billig. Schädliche Stoffe gelangen keine in die Umwelt.
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    1. Antwort von H.Straumann, Zürich
      Geothermie ist schon erforscht worden, nur ist in Basel, Zürich und St. Gallen nichts Brauchbares rausgekommen; höchstens aus den grossen Alpentunneln kann man ein bisschen Warmwasser gewinnen. Wir sind halt kein Geysirland. Energie aus Abfall wird schon weitgehend genutzt, in Skandinavien ist wohl Holzabfall aus der Papierindustrie gemeint, also auch Holz, dessen Verbrennungsabgase übrigens gut gereinigt werden müssen, damit nur noch CO2 und Wasser emittiert werden. Erdgas bleibt wichtig.
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