Stadt Biel will bessere Arbeitsbedingungen mit gleich viel Geld

Das Personalreglement und das Lohnsystem der Stadt Biel sind Jahrzehnte alt. Zeit für eine Totalrevision, die den heutigen Gegebenheiten der Arbeitswelt und der Gesellschaft Rechnung trägt, so will es der Gemeinderat und eine Spezialkommission des Stadtrats. Mehr Geld steht aber nicht zur Verfügung.

Menschen in der Bieler Bahnhofstrasse

Bildlegende: Attraktives Biel auch für die städtischen Angestellten: Die Stadt laboriert am neuen Personalreglement. Keystone

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Zulagen für Arbeitnehmende mit Kindern, flexiblere Altersrücktritte bei generellem Pensionsalter 65, bessere Angebote bei der Pensionskasse, dafür eine halbierte Ortszulage für Stadtangestellte, die in Biel wohnen - das sind Themen, die sich die Stadt Biel bei der Revision seines Personalreglements macht.

Begleitet wird die Stadtregierung von einer Spezialkommission des Parlaments, das im Sommer 2015 über das Geschäft zu entscheiden hat.

Einfach höhere Löhne kann Biel nicht zahlen

«Wir wollen als Arbeitgeberin attraktiv sein. Auch wenn wir für Verbesserungen gesamthaft nicht mehr Geld haben als bisher», resümiert Stadtpräsident Erich Fehr. Finanziell bessere Angebote müssen also innerhalb des Personalbudgets aufgefangen werden. Allerdings will Biel die Mindestlöhne auf über 4'000 Franken anheben.

Aber die Zahl der Mitarbeitenden ist dabei kein Thema. «Wie viele Leute bei der Stadt arbeiten, muss sich an der Frage orientieren, welche Aufgaben die Stadt zu erledigen hat. Es dürfen nicht schlechte Löhne oder Sozialleistungen entscheidend sein.» Das sagt der Stadtpräsident. «Da haben wir in Biel einen breiten politischen Konsens.»

Diese Grundsatz-Diskussion führt der Stadtrat im April 2015 im Rahmen der Haushaltsanierung.