Stadtberner Sicherheitsdirektor will keine Fanmärsche mehr

Nach den Ausschreitungen beim Cupfinal in der Berner Innenstadt ist Reto Nause konsterniert. Die Fans hätten sich nicht an die Abmachungen gehalten. In Zukunft werde der Gemeinderat darum keine Fanmärsche mehr zulassen.

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor hatte die Fanmärsche der Anhänger von GC und Basel im Vorfeld autorisiert. Das werde es nicht mehr geben, sagt Reto Nause nach den Ausschreitungen vom Pfingstmontag.

Zwischen Bären- und Waisenhausplatz waren die Anhänger vor dem Spiel aneinandergeraten. Sie bewarfen sich mit Petarden, Steinen und Flaschen. Die Polizei musste einschreiten. Sie setzte Tränengas und Gummischrot ein. Bei Vorfällen rund ums Stadion wurden insgesamt 10 Menschen verletzt, darunter auch 2 Polizisten.

Fans haben sich nicht an die Abmachungen gehalten

Zu den Auseinandersetzungen sei es gekommen, weil sich die Fans nicht an die vereinbarten Routen gehalten hätten, sagt Reto Nause. «Abgemacht war, dass sich die Basler auf dem etwas weiter entfernten Kornhausplatz versammeln», sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor. Der Gemeinderat müsse sich überlegen, ob Bern überhaupt noch Austragungsort des Cupfinals sein wolle.

Kein gutes Gefühl vor der nächsten Grossveranstaltung

Am kommenden Samstag steht in der Stadt Bern bereits die nächste grosse Veranstaltung an, «Tanz dich frei». Nach den Ausschreitungen gestern habe er erst recht kein gutes Gefühl mehr, sagt Reto Nause. Insbesondere, weil sich die anonymen Veranstalter weigerten, sich an die vereinbarte Route zu halten.