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Ständeratswahlen Kanton Bern Beatrice Simon will ins Stöckli

Werner Luginbühl will für die BDP nicht mehr antreten – deshalb kandidiert nun die Berner Finanzdirektorin.

Legende: Audio Beatrice Simon, weshalb wollen Sie Ständerätin werden? abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
03:02 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 11.01.2019.

Sie soll es richten: Beatrice Simon hat an einer Medienkonferenz angekündigt, um den freiwerdenden Ständeratssitz von BDP-Parteikollege Werner Luginbühl zu kämpfen.

Man muss sich Gedanken über die Zukunft machen.
Autor: Beatrice SimonStänderatskandidatin BDP

Sie fühle sich ihrer Partei gegenüber aber nicht verpflichtet, die ohne Kandidatur sicherlich einen Sitz verlieren würde: «Ich mache nichts allein aus Pflichtbewusstsein. Ich wäre nicht glaubwürdig.» Sie habe den Entscheid selbst gefällt. Ihr sei wohl als Finanzdirektorin des Kantons Bern, aber: «Ich muss mir Gedanken machen über die Zukunft. Und jetzt gibt es eine Möglichkeit.»

Beatrice Simon – Zugpferd der BDP

Die Berner Regierungsrätin Beatrice Simon gehörte zu den Gründungsmitgliedern der BDP. Sie garantierte der Partei bei den letzten Regierungsratswahlen jeweils Spitzenresultate. 1995 wurde sie in den Gemeinderat von Seedorf gewählt; 2006 schaffte sie den Sprung ins Kantonsparlament. 2010 wählten sie die Bernerinnen und Berner in die Kantonsregierung.

Weshalb wird Luginbühls Sitz frei?

Luginbühl sagte am Freitag an einer Medienkonferenz in Bern, er sei der Auffassung, in der Politik brauche es ab und zu frischen Wind. Deshalb werde er sich Ende dieses Jahres aus der Politik zurückziehen. «Zwölf Jahre reichen. Aber ich habe mich schweren Herzens dazu entschieden – Politik ist mir sehr wichtig.»

Werner Luginbühl hat zehn Jahre als Leiter Public Affairs für die Mobiliar Versicherung gearbeitet. Der 61-Jährige ist verheiratet und lebt in Krattigen im Berner Oberland.

Es braucht frischen Wind.
Autor: Werner Luginbühlzurücktretender Ständerat BDP

Luginbühl war zwischen 1998 und Ende 2007 Regierungsrat des Kantons Bern. Luginbühl gehörte 2008 auch zu jenen gestandenen Mandatsträgern, die sich von der SVP abspalteten und die BDP gründeten. Zur Gruppe gehörten damals auch Urs Gasche, die heutige bernische Finanzdirektorin Beatrice Simon oder Nationalrat Hans Grunder. Seit Dezember 2007 gehört er dem Ständerat an.

Wer will alles für den Kanton Bern ins Stöckli?

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Nach dem Medienauftritt der bernischen BDP ist die Ausgangslage für die Ständeratswahlen im Kanton Bern weitgehend klar. Vorausgesetzt, dass in allen Parteien die Delegierten an Parteiversammlungen die Vorschläge der Parteispitzen absegnen, treten die SP des Kantons Bern mit Ständerat Hans Stöckli und die Grünen mit Nationalrätin Regula Rytz an.

Für die FDP steigt Nationalrätin Christa Markwalder ins Rennen, für die GLP ihre Ratskollegin Kathrin Bertschy, für die EVP Nationalrätin Marianne Streiff. Am kommenden Montagabend entscheidet die bernische SVP, mit wem sie in die Wahlen in die Kleine Kammer steigt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Ob die schon lange "dahinserbelnde" BDP mit einer Kandidatur genügend Wählerstimmen erreichen würde, ist äusserst fraglich! Im "Stöckli" sollten 2 Vertreter(innen) sitzen, die im Kanton stark in der politischen Welt verbunden sind. Frau Simon, als amtierende Berner Finanzministerin, hätte allerdings den Bonus, dass sie weiss: Bevor man Geld ausgeben (verteilen) kann, muss es verdient werden! Ein Faktum, mit dem links/grüne Politiker(innen) oftmals ein grosses Problem haben!
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Könntet Ihr nicht endlich etwas "aufgestellte" und "lockere" Politiker für unsere Regierung finden. Wenn man eine US-Regierung oder UK-Regierung anschaut und zuhört, erscheinen unsere Politiker wie Roboter die während ihrer Arbeit nicht leben. Man könnte auch gehässige Statisten ins Parlament setzen. Oder besser jedem eine Kamera vor die Nase setzen und darunter schreiben: lächeln! Sie werden gefilmt. Warum sind wir solche Miesepeter und scheinen unsere Arbeit nich als "Leben" zu erkennen?
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Nun ja, Frau Simon ist auch die einzige Person mit einer Wahlchance aus den Reihen der BDP. Dies hat den Vorteil, dass die SVP aufstellen kann, wen sie will.
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