Stimmvolk schickt neue Gemeinde an der unteren Emme bachab

Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach fusionieren nicht zur neuen Gemeinde Landshut.

Das Schloss Landshut

Bildlegende: Das Schloss Landshut in Utzenstorf wird nicht zum Wahrzeichen einer neuen, grossen Gemeinde. zvg Stiftung Schloss Landshut

Die Fusion im unteren Emmental zwischen Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach kommt nicht zustande. In drei der vier Gemeinden haben sich die Gegner des Zusammenschlusses zur neuen Gemeinde Landshut durchgesetzt.

  • In Utzenstorf sagen 61 Prozent Nein (1289 Stimmen) zum Fusionsvertrag, 39 Prozent sagen Ja (825 Stimmen).
  • In Wiler sagen 55,4 Prozent Nein (220 Stimmen), 44,6 Ja (177 Stimmen).
  • In Zielebach sagen 52,9 Prozent Nein (83 Stimmen), 47,1 Prozent Ja (74 Stimmen).
  • Nur Bätterkinden sagt Ja. 51,2 Prozent (706 Stimmen) befürworten die Fusion, während 48,8 (673 Stimmen) ein Nein in die Urne legten.

Die Stimmbeteiligung in den vier Gemeinden liegt zwischen 62 und 70 Prozent.

SVP kämpft erfolgreich dagegen

Die Befürworter des Zusammenschlusses hatten im Vorfeld unter anderem betont, dass eine fusionierte Gemeinde ihre Aufgaben einfacher, günstiger, besser und demokratischer erfüllen könne. Die Gegner waren indes überzeugt, dass die vier «Puzzleteile», also die vier alten Gemeinden, nicht zusammenpassten.

Markus Schütte ist Gemeindepräsident von Wiler. Er setzte sich für die Gemeindefusion ein. Von einem Scherbenhaufen will Schütte nicht sprechen. Er sagt jedoch: «Wir konnten offenbar zu wenig Leute mit unseren Argumenten erreichen.» Für ihn ist der Wählerwille klar: «In nächster Zeit wird es keine Fusionspläne mehr geben.»

Widerstand gegen die Fusion kam vor allem aus den Reihen der SVP und der JSVP. Die neue Gemeinde hätte rund 8500 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt.

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