«Stopp Fracking»: Bernische Regierung befürwortet Initiative

Die Erdgas- und Erdölgewinnung mittels Fracking stelle ein grosses Umweltrisiko dar, findet der bernische Regierungsrat. Fracking widerspreche zudem der kantonalen Energiestrategie.

Bohrturm für Fracking.

Bildlegende: Gas- und Erdölgewinnung mittels Fracking (wie hier in den USA) soll es im Kanton Bern nicht geben. Keystone

Der Regierungsrat des Kantons Bern befürwortet die «Stopp Fracking»-Initiative, welche die bernischen Grünen im vergangenen Jahr eingereicht haben. Die Regierung wird dem Grossen Rat bei der Behandlung der Initiative beantragen, diese ohne Gegenvorschlag anzunehmen.

Die mit dem Fracking verbundenen Risiken sind nach Ansicht der Regierung zu gross, wie sie am Donnerstag mitteilte. Zudem widerspreche die Ausbeutung solcher Lagerstätten der kantonalen Energiestrategie.

Fracking bedeutet, Erdgas und Erdöl in tieferen und dichteren Gesteinsschichten zu fördern. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepumpt, um die Bodenschätze an die Oberfläche zu transportieren.
Die Initiative fordert ein Verbot der Gewinnung von Erdöl und Erdgas aus nicht konventionellen Lagerstätten. 17'900 Personen unterschrieben die Forderung. Voraussichtlich im September dieses Jahres kommt die Initiative vor das Kantonsparlament.

Sendung zu diesem Artikel