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Bern Freiburg Wallis Strassenlärm: Der Kanton Freiburg setzt auf Flüsterbelag

Der Kanton Freiburg ist unter Druck. Die Bundesfrist für die Strassensanierungen läuft bald ab. Es drohen Klagen von Anwohnern. Freiburg will deshalb die Ortsdurchfahrten mit Flüsterbelag leiser machen.

Autos fahren auf dem Flüsterbelag.
Legende: Auf Flüsterbelag durch Tafers: Der Lärm hat um zwei Drittel abgenommen Patrick Mülhauser/SRF

Der Bund hat dem Strassenlärm den Kampf angesagt. Bis 2018 müssen die Kantone alle zu lärmien Strassen sanieren. Eine Möglichkeit ist ein sogenannter Flüsterbelag. «Dieser schluckt den Motorenlärm und den Lärm der Pneus», sagt Adriano Guzzo von der Firma Colas. Der Pionier für Flüsterbelag in der Schweiz hat im Kanton Freiburg bereits viele Projekte realisiert.

Während der Kanton Bern die Wirksamkeit solcher Beläge auf die Dauer bezweifelt, setzt nun der Kanton Freiburg voll und ganz auf Flüsterbeläge. «Die Firmen garantieren uns nach fünf Jahren immer noch eine Lärmreduktion von fünf Dezibel», sagt der Freiburger Kantonsingenieur André Magnin. Und auch nach 10 Jahren werde der Strassenlärm immer noch halbiert. 24 Kilometer Kantonsstrasse hat Freiburg bereits so saniert. 120 weitere Kilometer sollen folgen.

Die Zeit ist knapp

Das Freiburger Kantonsparlament hat diese Woche 32 Millionen Franken für den Flüsterbelag bewilligt. Der Bund steuert 8 Millionen Franken an Subventionen hinzu. Aber nur noch bis 2018. Dann läuft die Bundesfrist ab. Dem Kanton Freiburg drohen danach Klagen von lärmgeplagten Anwohnern. «Wir schaffen es kaum, bis dann alle Strassen zu sanieren», sagt André Magnin. Er hofft, dass der Bund seine Frist verlängert.

Dass der Kanton Gas gibt bei den Lärmsanierung und Ortsdurchfahrten mit Flüsterbelag ausstattet, freut die Anwohner. Im Sensler Bezirkshauptort Tafers zum Beispiel stellt eine Anwohnerin einen grossen Unterschied fest. «Der Lärm ist gedämpft.» «Jetzt kann ich morgens das Fenster wieder öffnen», fügt eine andere Anwohnerin an.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Michel (Mosses01)
    @Dupont - Sie sind offensichtlich ein Verkehrsteilnehmer, welcher nicht mit einem umweltschonenden Zweirad unterwegs ist ...!
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Doch, sogar sehr oft (wenigstens im Sommer). Wie Sie zu diesem Schluss kommen ist mir schleierhaft, denn gerade wer sehr umweltschonend unterwegs ist, dem fallen solche Lärmexzesse speziell auf. Empfehlung: Bewegen Sie sich mal zu Fuss oder per Bike an einem schönen Sommertag an einem Alpenpass (z.B. Grimsel, Susten, Klausen etc. sind richtige Lärmhöllen), dann wissen Sie wovon ich spreche. Aber heute donnern die Lärmfreaks auch durch die Städte und über's Land, denn es geht auch bei 30 km /h!!
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    So ein Witz, Auch über Flüsterbeläge werden egozentrische Lärmfreaks mit ihren mit einem Lärmgenerator ausgestatteten 2 und 4-rädrigen Vehikel donnern, um MUTWILLIG möglichst viele Dezibel zu produzieren. Und dies erst noch mit dem Segen von Politik und Behörden, dank den reinen Alibilärmkontrollen. "Normale" Strassenfahrzeuge mit vernünftigen Lenkern stören wenig, das Problem sind die infantilen Lenker, die ohne maximalen Lärm kein Fahrzeug lenken können.
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  • Kommentar von Rolf Michel (Mosses01)
    Da wird in Fribourg für zigtausende Franken Flüsterbelag in den Dörfern verbaut und was trifft man an - mit Dreckbatzen/Kuhdreck versaute und schlüpfrige Strassen - eine echte Gefahr für die Verkehrsteilnehmer. Landwirtschaftliche Dreckbatzen werden nämlich nicht so leicht von so einem Belag weggewaschen - und die Bauern kümmern sich einen Dreck darum.
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Verglichen mit dem was hunderttausende von unvernünftigen Verkehrsteilnehmer absichtlich an schlimmster Lärmverschmutzung produzieren, ist dies doch Peanuts und kann in totalem Gegensatz zu ersterem oft nicht verhindert werden. Vielleicht versuchen Sie es mal mit etwas reduzierter Geschwindigkeit wie man es ja bei Eis- und Schneeglätte auch macht.
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