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Streit um Bahn-Fernverkehr Die BLS gibt sich vorerst mit zwei Linien zufrieden

Das Bahnunternehmen ist bereit, die Linien Bern-Biel und Bern-Burgdorf-Olten zu betreiben – obschon es mehr wollte.

Leute steigen an Bahnhof in einen Zug ein.
Legende: Sollen künftig auch im Fernverkehr fahren, wenn es nach der BLS geht: Zug der BLS. Keystone

Eigentlich hätte die BLS der SBB fünf Fernverkehrslinien abjagen wollen. Doch das Bundesamt für Verkehr erteilte die Konzession nur für zwei Linien, jene von Bern nach Biel und jene von Bern über Burgdorf nach Olten.

Die will die BLS nun auch betreiben, wie die BLS mitteilt. Eine Beschwerde werde das Unternehmen nicht einreichen.

Die BLS sei weiterhin der Meinung, dass ihr Konzept mit fünf Linien gut gewesen wäre und den Kunden einen Mehrwert gebracht hätte, sagt Geschäftsleiter Bernard Guillelmon. «Aber wir wollen nicht schmollen. Es ist Zeit, nach vorne zu blicken.»

Kein ausgebauter Service

Nur zwei statt fünf Linien – das mache aber Abstriche nötig. Ursprünglich wollte die BLS mit einem guten Service auf ihren Fernverkehrslinien trumpfen, zum Beispiel mit einer Reisebegleitung und Ticketverkäufern in den Zügen. Das liege nun nicht drin, sagt Guillelmon.

SBB bleibt hart

Doch wie sieht es auf der Gegenseite aus, bei der SBB, die ja gemäss Konzession jene zwei Linien an die BLS abtreten möchte? Dort bleibt man hart. Sprecher Christian Ginsig bestätigt, dass die SBB weiterhin eine Beschwerde vorbereitet, so wie sie es bereits vor gut einer Woche mitgeteilt hatte. Es gehe der SBB darum, rechtlich und auch politisch zu klären, ob es wirklich mehrere Bahnen im Fernverkehr brauche.

Geplant wäre, dass ab Dezember 2019 neue Mutzen-Züge der BLS in Richtung Biel und Olten rollen. Ob es wirklich soweit kommt, ist noch nicht sicher.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Gerber (rosenzeit)
    mmh, wie wird das genau, wenn ich von bern nach zürich fahre, bin ich dann bis olten bei bls und danach bei sbb ? hört doch auf mit diesem blödsinn - soll mir jemand konkret erklären, was eine aufteilung der fernlinien für vorteile hat..
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  • Kommentar von R. Berger (RB.)
    Das ist eine Frechheit! Inwiefern sollen zwei Anbieter auf verschiedenen Strecken ein besseres Angebot schaffen? Hier sehen wir die Auswüchse der Teilprivatisierung! Alle CH-Bahngesellschaften sollten unter einer, staatlichen zusammengefasst werden - dann gibt es kein solches Theater mehr! Wann verstehen die Bahngesellschaften endlich, dass die Strasse der Feind ist und nicht die anderen Bahnen? Zumal Konkurrenz auf der Schiene *nicht möglich ist*.
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