«Tanz dich frei»: Anonyme Veranstalter geben Route bekannt

Bahnhof-Kocherpark-Bundesplatz-Casinoplatz: dies ist die geplante Route für die Kundgebung «Tanz dich frei» von Ende Mai. Sie wurde im Internet publiziert. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause ist nun aber keineswegs beruhigt.

«Tanz dich frei»-Umzug vom Juni 2012 in Bern.

Bildlegende: Eine Mischung von Strassenparty und Protestzug: «Tanz dich frei» vom Juni 2012 in Bern. Keystone

Nun wissen die Berner Stadtbehörden, wo die für Ende Mai geplante Tanzdemonstration durchführen soll. Gemäss einem Facebook-Eintrag der nach wie vor anonymen Veranstalter wird der «Tanz-dich-frei»-Umzug, zu dem über 10'000 Teilnehmer erwartet werden, nicht unmittelbar durch die mit grossen Baustellen belegten Hauptgassen der Innenstadt führen. Wegen dieser Baustellen in Berns Altstadt, hegen die Stadtbehörden grosse Sicherheitsbedenken. Die Stadtregierung beschloss am Mittwoch ein Sicherheitsdispositiv und riet von der Teilnahme an der Demonstration ab.

Nause: «Positives Zeichen»

In einer ersten Reaktion wertete der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber der Nachrichtenagentur sda das Bekanntgeben der Route als «positives Zeichen». Die Grundproblematik bleibe jedoch bestehen, sagte er. Weil für die Behörden nach wie vor kein Veranstalter greifbar sei, sei die Verlässlichkeit der nun publizierten Route nicht gegeben. Zudem komme die Demonstration im Raum Bundesplatz nach wie vor nahe an die Baustellen heran, womit das Problem der Fluchtwege bestehen bleibe.

Ein Bewilligungsgesuch für die Demonstration ist laut Nause bei den Stadtbehörden nach wie vor nicht eingegangen. Die Stadtregierung beschloss am Mittwoch, den Umzug nicht zu unterbinden, weil dies zu einer Eskalation führen könnte.