Tanzdemo in Bern: Behörden müssen mit allem rechnen

Polizei, Sanität, Feuerwehr und Bernmobil rechnen mit bis zu 20'000 Leuten an der unbewilligten Tanz-dich-Frei-Demo. Diese drohen, in der Nacht vom Samstag auf Sonntag die Innenstadt völlig lahmzulegen. Weil die Stadt Bern kaum Informationen hat, muss sie mit allem rechnen.

Um die 20'000 Menschen in der Berner Innenstadt stellen die Behörden vor grosse Aufgaben.

Bildlegende: «Tanz-dich-frei»: Um die 20'000 Menschen werden Samstagabend in Bern erwartet. Keystone

Zwei Tage vor der grossen, unbewilligten Tanz-dich-frei-Veranstaltung in der Nacht vom Samstag auf Sonntag rätseln Polizei, Feuerwehr, Sanität und Bernmobil darüber, was in der Tanznacht wirklich abgeht.

Von den anonymen Organisatoren ist lediglich eine Route bekannt. Dies lässt erwarten, dass die Berner Innenstadt zwischen Hirschengraben und Theaterplatz von Tausenden völlig blockiert ist. Die Behörden und Bernmobil rechnen damit, dass der öffentliche Verkehr sehr stark behindert wird.

Rettungsachsen und Stützpunkte für eine geteilte Stadt

Unter diesen Umständen bereiten sich die Behörden und die Rettungsdienste auf alle Eventualitäten vor. «Wir tun, was wir können. Und wir hoffen, dass die Teilnehmer die Rettungsachsen, die Fluchtwege und die Rettungsstützpunkte auch respektieren», sagt Manuel Willi, der Chef der Regionalpolizei Bern.

Lehren aus Duisburg und der Streetparade Zürich

Die Behörden haben Rat geholt bei der Streetparade von Zürich und in Duisburg, wo eine Massenpanik schreckliche Bilder hinterliess. «Das kann innert Minuten kippen, von einem ruhigen Anlass zu einer dramatischen Entwicklung. Das macht uns Sorgen. Weil wir zum Beispiel keine Möglichkeit haben, die Soundmobils rechtzeitig zu verlangsamen», sagt Manuel Willi. Die Stadt Bern und die Sicherheitsdienste wiederholen deshalb die Empfehlung, an der Tanzparty gar nicht teilzunehmen.