Tanzend das ganze Spektrum des Menschseins zeigen

Das Community Arts Festival in Bern bereichert unsere Vorstellung vom tanzenden Körper: Behinderungen erweitern die Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks.

Tänzerin mit Stöcken in akrobatischer Stellung

Bildlegende: Am Donnerstag tritt in der Dampfzentrale in Bern Claire Cunningham aus Schottland auf. zvg

Geprägt von der Idee, dass alle tanzen können, treten am Community Arts Festival in Bern Menschen mit und ohne Behinderung, Laien und Profis auf. Ein Tanzprofi ist etwa Claire Cunningham aus Schottland: Sie balanciert mit Krücken, macht mit ihnen Akrobatik oder bewegt sich damit wie auf Spinnenbeinen. Ihr Programm wird als «schwarzhumorig und unterhaltsam» angekündigt.

Das Publikum sei oft überrascht, was alles auch mit einer Behinderung möglich ist, sagt die künstlerische Leiterin des Community Arts Festivals, Susanne Schneider. Nach einem kurzen Moment der Irritation spiele es gar keine Rolle mehr, ob jemand eine Behinderung habe oder nicht.

Das Ziel von Susanne Schneider ist, dass es keine solchen Festivals mehr braucht. «Menschen mit Behinderung sollen in den normalen Programmen von Theater und Tanz dabei sein», sagt Susanne Schneider gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Das «Community Arts Festival» ist vom 12. bis 16. Juni 2013 in der Dampfzentrale in Bern. Dazu gehören auch eine Party am Samstagabend und ein Workshop am Sonntag mit Claire Cunningham.

Organisiert wird das Festival vom Verein Beweggrund, es findet alle zwei Jahre statt.

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