Technischer Defekt: Passagiere der Schilthornbahn evakuiert

Wegen einer technischen Störung sind am Freitag zwei Kabinen der Schilthornbahn stecken geblieben. 68 Passagiere mussten per Seilwinde und Helikopter evakuiert werden. Die rund 450 Besucher auf dem Gipfel wurden ebenfalls per Helikopter ausgeflogen.

Eine Gondel der Schilthornbahn

Bildlegende: Zwischenfall am Schilthorn: Bahn blieb stecken - Passagiere mussten evakuiert werden. Keystone

Der Vorfall ereignete sich gegen 12.45 Uhr in der Sektion Mürren-Birg. In der bergwärts fahrenden Kabine befanden sich 28 Passagiere, in der talwärts fahrenden 40. Die beiden Kabinen wurden wegen des Defekts automatisch angehalten.

«Als klar war, dass der Defekt nicht sofort behoben werden konnte, haben wir uns zur Evakuierung entschlossen», sagte Valerie Burnier, Pressesprecherin der
Schilthornbahn.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Passagiere wurden mit Winden aus den Kabinen geholt und vom Helikopter zum Sammelpunkt auf dem Allmendhubel geflogen. Dort wurden die Gäste betreut und wenn nötig verpflegt. Gäste, die bereits auf dem Schilthorngipfel waren, mussten ebenfalls mit dem Helikopter ausgeflogen werden.

Reparaturarbeiten im Gange

Aktuell arbeitet die Bahn daran, den Defekt zu beheben. Gemäss dem Direktor Christoph Egger sollte die Bahn am Samstag wieder fahren. Der Vorfall ereignete sich übrigens gerade, als die Bahngesellschaft ihre Generalversammlung abhielt.

Die Luftseilbahn fährt von Stechelberg im Lauterbrunnental in mehreren Sektionen hoch aufs Schilthorn. Die Sektion zwischen Mürren und Birg ist die längste und sehr steil. Die Bahn überwindet auf diesem Abschnitt eine Höhendifferenz von über 1000 Metern.